Budapest Régiségei 33. (1999)

TANULMÁNYOK - Müller, Harald W.: Die Herkunft der Marmore von Aquincum = Néhány aquincumi márványemlék kőanyagának eredetéről 265-267

MULLER HARALD W. DIE HERKUNFT DER MARMORE VON AQUINCUM I.EINLEITUNG Aquincum, die Hauptstadt der römischen Provinz Pannónia Inferior (seit etwa 106 n. Chr.), liegt an dem wichtigsten Übergang an der pannonischen Donaugrenze. Die Zivilsiedlung von Aquincum, nördlich des Lagers, wurde von Hadrian im Jahre 124 n. Chr. zur Stadt erhoben. Von den zahlreich erhaltenen Steindenkmälern sind die meisten aus Kalksinter hergestellt, der nördlich von Aquincum bei Békásmegyer-Budakaiász abgebaut wurde. Inschriftensteine und Skulpturen aus Marmor sind nur wenige erhalten. Erste gesteinskundliche Untersuchungen und Herkunftsbestimmungen wurden von K. SZIRMAI und P. RADINSZKY, 1975 durchgeführt. Im September 1997 wurden im Museum Aquincum (Budapest) aus den vorhandenen römischen Marmorobjekten Gesteinsproben entnommen, um die Herkunft der verwendeten Marmore zu bestimmen. Es kann angenommen werden, daß alle verwendeten Marmore bzw. Objekte importiert wurden, da in der weit­eren Umgebung keine Marmorsteinbrüche vorhanden sind. Als Herkunftsgebiete kommen einerseits die Steinbrüche des mediterranen Raumes (Italien, Griechenland und Kleinasien), andererseits die alpinen Marmore aus Kärnten, Steiermark (Österreich) und Bachern (Slovenien) sowie Marmore aus Rumänien in Betracht. 2. METHODIK Die Gesteinsproben aus den Marmorobjekten wurden mit Hilfe wassergespühlter Diamantkernbohrer mit einem maximalen Durchmesser von 10 mm entnommen und im Labor für die weiteren analytischen Untersuchungen vor­bereitet. Die Bohrkerne wurden mit verd. HNO3 gere­inigt, mit H2O gespühlt und nach dem Trocknen mit der Achatmühle vermählen. Vom gemahlenen Pulver wurden die stabilen Isotopen von Sauerstoff und Kohlenstoff sowie die Spurenelementzusammensetzung mittels ICP­MS bestimmt. Zusätzlich wurden Gesteinsdünnschliffe lichtmikroskopisch untersucht. 3. DIE UNTERSUCHTEN OBJEKTE Probe Nr. Bezeichnung, Inventarnummer Fundort Bemerkungen Beschreibung AQ1 Kopf einer Frau in einer Nische, Säul. Lap. 128, Inv. Nr. 66.11.16 Fundrettung aus der Kiscelli Str. grobk., weißlich-grau AQ2 Grabstein ohne Inschr., Säül. Lap. 37, Inv. Nr. 66.11.51 Garten d. Budaer Burgpalastes Szirmai K.: 273 Kuzsinsky B.: MKE 2.(1908) Abb. 78.1 grobk., weiß AQ3 Skulptur eines Mannes, Inv. Nr. R 766 Bp. II. Bzk. Daru Str. 2/b Fundrettung 1981, Pető M.:BudRég25. (1984) 269. skk grobk., weiß AQ4 Torso eines Satir Inv. Nr. 64.11.176 F Str. i. d. Bürgerstadt Szirmai K.: 273. Kuzsinszky B.: Budapest Történeteik. 600, PóczyK.: Aquincum 30.61. sz. mittel-grobk., weiß AQ5 Kopf einer Frau, Inv. Nr. 64.11.85 Szirmai 273 fein-mittelk., weiß AQ6 Widderkopf, Inv. Nr. 64.11.89 = K 260 grobk., weiß AQ7 Fragmente einer Grabtafel, Inv. Nr. 85.9.27 Ruinengarten d. Bürgerstadt mittelk., grauweiß, Glimmer, oxidisch AQ8 Portrait einer Frau, Inv. Nr. 64.11.87 Szirmai 273, Ae. 100(1973)226-300. p. 227. p. Abb. 1-2 mittelk., weiß AQ9 Fragment einer Votivstatue mit Inschr. Inv. Nr. 63.6.32 mittel-grobk., weiß AQ10 Inschriftfragment, Inv. Nr. 63.10.38 grobk., weiß AQU Schulterpartie einer Göttinstatue (großes Heiligtum, Zivilstadt, sekundär in der Treppe vermauert, Inv. Nr. R 2199 grobk., weiß AQ12 Sitzende Göttin (Iuno?) mit Ergänzungen aus dem 19. Jh., Inv. Nr. 91.5.6 Diana 0. Lukacsbad grobk., weiß ' AQ13 Grabtafel, Inv. Nr. 81.7.4 Sujtás Strasse grobk., grau AQ14 Inschriftenstein eines Stadthalters, Inv. Nr. 63.10.69 BudRég. 23. 1973. 159. grobk., gelblich 265

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