Budapest Régiségei 29. (1992)
JELENTÉSEK - Bencze Zoltán: Cserépbográcsok a Hadtörténeti Múzeum udvarán folytatott ásatásból 135-153
Gruppe wurde mit Oxydationsbrand gefertigt, es kommen jedoch auch mit reduziertem Brand erzeugte Stücke vor. Zur selben Gruppe können auch jene Stücke gereiht werden, welche LászlóZolnay im südlichen Teil des Burgberges gefunden hat, sowie das Randfragment unter InvNr.: 58.28.18, das von dem Téli Kert (Wintergarten) genannten Fundort des Palastes zum Vorschein gekommen ist (Abb. 14.6). Für das Überlassen des Veröffentlichungsrechtes danke ich Imre Roll.) Auch aus der 18. Zisterne von Szent György Platz kamen Tonkesselfragmente ans Tageslicht, die aber noch unveröffentlicht sind. Die Stücke der anderen Gruppe (Abb. 8-10.) werden eher mit Sand gemagert, der Treffpunkt des Bodens und der Wandung ist abgerundet. Dieses letztere konnte bei drei Stücken wahrgenommen werden (Abb. 8., 9., und 10.5.). Takács reihte die im Karpatenbecken auffindbaren Tonkessel in 21 Gruppen bzw. Werkstätten ein. In dieser Aufteilung ist Budapest durch einem Exemplar vertreten. Auf Grund der am Hofe des Kriegsgeschichtlichen Insti- < tütes und Museums, sowie auf dem Gelände des Palastes gefundenen Stücke können wir mit einer weiteren Werkstätte rechnen, die auf zweifache Weise Tonkessel hergestellt hat; eventuell kann auch die Annahme riskiert werden, daß wir auf die Spuren von zwei Werkstätten gestoßen sind. Einen Großteil des keramischen Materials der Grube bildet die Weißkeramik. Im Material können Töpfe (Abb. 11-12.), Becher, Flaschen - unter diesen auch gefärbte (Abb. 13.) - Schalen, Schüsseln und zur Speicherung gebrauchte kleinere-größere Gefäße angettroffen werden (Abb. 14.). Den dritten Teil des keramischen Materials der Grube bilden graue, mit redzuziertem Brand gefertigte österreichische Töpferwaren. In diesem Material befinden sich Deckel, Töpfe und Öllampen (Abb. 15.). Einige gekehlte Wulsthenkel, mit schrägen Einschnitten am Rücker weisen darauf hin, daß wir auch mit Kannen rechnen können. Außer diesen gehören noch in die österreichische Gruppe der Henkel eines Wasserkruges und sein Wandfragment. Den Henkel verzieren schräge Einschnitte, an der Schulter ist ein treppenförmiger Vorsprung sichtbar. Im Material des BTM kommt unter Inv.-Nr.: 73.79.5 ein solcher, fast intakter Wasserkrug vor, den László Zolnay 1973 im nördlichen Vorhof des Palastes in der Grube VII gefunden hat. Das Stück wird vom Ausgräber auf das 12-13. Jh. datiert. Die Wiener Analogien datieren solche Stücke vom 12. Jh. an. Als Kuriosität soll noch erwähnt werden, daß aus dieser Grube auch ein aus vergoldeter Bronze verfertigtes, wahrscheinlich an die Brust angenäht getragenes Schmuckstück zum Vorschein gekommen ist (Abb. 14.5). Die Grube ist von vier durch Béla IV. geprägten zeitgenössischen Münzen datiert. Von den Münzen wird die Prägung des Denars des slawonischen Banus irgendwann um das Jahr 1250 begonnen. Auch unter Berücksichtigung dieser Angabe wurde die Grube irgendwann in den Jahren 1250 aufgeschüttet, mit großer Wahrscheinlichkeit zur Zeit, als man die Stadmauer errichtete. 153