Budapest Régiségei 22. (1971)

ANYAGKÖZLÉSEK - Czagány István: Egy budavári középkori épülettömb története : 1., Az I. ker. Úri-utca 13. sz., Tárnok-utca 14. sz., és Tárnok-utca 16. sz. épületeken végzett műemléki kutatások, tudományos rekonstrukciók és építészeti helyreállítások eredményei : C., A Tárnok-utca 16. sz. épület 329-350

Erkerkonsolen — die zu Ende des 15. Jahrhunderts einen Holzerker gehalten haben — eine Mauer ge­baut und in dieser, der Gasse zu, eine Tür gebrochen. Auf der nördlichen Fassade, am östlichen Ende der Fensterflucht wurden zwei kleine Fensterumrah­mungssteine angebracht, von welchen der eine in den Rahmungsstein der äusseren, postgotischen Fensteröffnung eingestellt wurde. In der vierten Umbauphase — am Ende des 17. und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts — erhielt das ursprünglich mittelalterliche Gebäude eine neue Barockkleidung. An Stelle des gotischen Torrahmens wurde eine Barocktür mit einer Stein­umfassung von 96 X 196 cm eingesetzt. Südlich vom Tor wurde eine neue Fensteröffnung mit Steinum­rahmung errichtet. An der Nordfassade blieben die postgotischen Fenster des Stockwerkes wahrschein­lich unberührt in Gebrauch, hingegen wurden im Erdgeschoss sämtliche, frühere Öffnungsumrahmun­gen eingemauert. Anstatt dieser wurden bloss zwei neue Fenster gebrochen, was darauf hinweist, dass hier die Geschäftsräume abgeschaffen und an ihrer Stelle Wohnräume ausgebildet wurden. Beide Fassa­den schloss man mit einem neuen Hauptgesims ab. Im Laufe des fünften Umbaues — am Ende des 18. oder zu Beginn des 19. Jahrhunderts — erhielt die westliche Fassade ihre bis 1945 intakt gebliebene Form. In der sechsten Bauphase — in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts — wurde die Barock­fassade nur mehr mit einigen kleineren Motiven bereichert. Im Zuge der wissenschaftlichen Rekonstruk­tion gingen wir bei den Fenstern des Stockwerkes der Fassade in der Uri-Gasse aus dem mittleren, vor­handenen profilierten Rahmungsstein aus, bei dem die Öffnungshöhe gegeben war. Die Breite dessen konnte aus dem Abstand des, das linke äussere Fenster umrahmenden Mörtelbandrestes von dem daneben befindlichen Löwenrelief errechnet werden. Bei der Rekonstruktion der Torumrahmung stützten wir uns darauf, dass die von den vier, am meisten hervorragenden unteren Punkten der beiden vor­handenen Sturzsteinresten — die wahrscheinlich die unversehrten Punkte der ursprünglichen Abschluss­linie waren — gezeichnete Kurve das Segmentstück eines Kreisbogens gezeigt hat. Auf Grund dessen wandten wir mit Recht die überall gleichen typolo­gischen Eigenartigkeiten der im Budaer Burgviertel erschlossenen Torumrahmungssteine mit halbbogen­förmigem Abschluss auch auf diese Torrekonstruk­tion an. Bei der Rekonstruktion der äusseren Randfen­ster beider Fassaden im Erdgeschoss waren wir gezwungen diese durch Formumsetzung zu lösen. Die Rahmungssteine dieser Fenster gingen völlig zugrunde, jedoch konnte aus den Öffnungskonturen der mittelalterlichen Bruchsteinmauer, die ihre ursprüngliche Umrahmung umfasste, auch ihre Maximalgrösse festgestellt werden. Zu den Fenstern der Űri-Gasse dienten die gotischen Fenstern des Erdgeschosses der Gebäude Országház-Gasse 17 und Uri-Gasse 70, ferner zu dem Fenster in der Anna-Gasse das Ladenfenster des Erdgeschosses in der Tárnok-Gasse 14 als Beispiel. Die Rekonstruk­tion der weiteren Öffnungsrahmen ergab sich eindeu­tig aus ihren an Ort und Stelle befindlichen Über­resten. Die Ausbildung des Hauptgesimses und die der Dachform wurde nach freier Rekonstruktion gefertigt. 350

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