Budapest Régiségei 19. (1959)
JELENTÉSEK - A budai vár házainak 1957. évi műemléki kutatásai 301-372
ORSZÁGHÁZGASSE 20 Eines der wenigen Häuser, deren mittelalterliche Herkunft auch vor dem Krieg an dem aus dem 14. Jahrhundert stammenden Bogenfries der Fassade sichtbar war. Im 18. Jahrhundert wurden am mittelalterlichen Gebäude Umbauten und Erweiterungen in kleinerem Maße vorgenommen. Der Zweck unserer Untersuchung war, weitere mittelalterliche Details an der Fassade aufzudecken. Unter dem Verputz im Erdgeschoß fanden wir das glatte und ungegliederte Teilstück einer mittelalterlichen Fensterrahmung, andere mittelalterliche Reste waren aber nicht zu finden. Die heutigen Fenster und Türen sind neuzeitlich. E. Nagy SZENTHÁROMSÁGGASSE 5 Barockes Wohnhaus von einem Stockwerk, aus dem Zusammenbau zweier mittelalterlicher Wohnhäuser entstanden. Diese waren unter den Nummern 86-—87 in der von Haüy in 1687 verfertigten Karte angegeben. Das Haus Nr. 87 von Haüy befindet sich im Ostteil des heutigen Gebäudes. Die Toreinfahrt ist mit Sitznischen ausgestattet. Auf Grund der Formen sowohl der Sitznischen als auch der gotischen Tür kann der Bau des Hauses in das 14. Jahrhundert gesetzt werden. Etwas später entstand das Haus Haüy Nr. 86, an der Westseite des heutigen Gebäudes. Seine Fassade ist mit der früher erbauten Hausfassade im Verband gemauert, so daß die Grenzen der zwei Häuser nicht scharf sind. Dieses Gebäude bestand ebenfalls nur aus einem Trakt, und seine Toreinfahrt darf in jenem schmalen gewölbten Raum vermutet werden, der sich neben der westlichen Eckverstärkung befindet. Von den mittelalterlichen Baudenkmälern des östlichen Hauses kennen wir nur dessen Toreinfahrt und Keller, während die Fassadenmauer der Hofseite überhaupt keinen einzigen mittelalterlichen Bauteil aufweist. Somit können wir annehmen, daß der mittelalterliche Bau sich nicht über die Länge der Toreinfahrt hinaus erstreckt hat. An der östlichen Hoffront haben wir fünf vermauerte Bogen einer barocken Arkadenreihe freigelegt. Die Hoffront des westlichen Hauses ist, abgesehen von den barockzeitlichen Renovierungen, mittelalterlich. Die auch heute erhaltene Mauer bewahrt die Erinnerung an zwei Bauperioden. In die ältere, tieferliegende Mauer wurde der Kellereingang gehauen, der auch später, nach der zweiten Bautätigkeit benützt worden ist, und zwar auf die Weise, daß man die später aufgeführte Mauer bei dem Kellerabstieg zur ursprünglichen Wandfläche zurückspringen ließ. In der Mauer der Hoffassade, die als Resultat der zweiten Bauperiode entstanden ist, 366 haben wir doppelte Konsolenstümpfe freigelegt, die unzweifelhaft neben einer mehrgeschossigen Lösung Zeugnis ablegen. In derselben Wand ist auch der Rest einer gotischen Türrahmung zum Vorschein gekommen. Die in der nördlichen Endpartie der Mauer freigelegte, zum Teil gekantete Armierung bedeutet den Abschluß des mittelalterlichen Hauses gegen Norden. In 1947 fand man in der Nordmauer des Hauses ein nach Norden blickendes gotisches Fenster von kleinen Dimensionen. Da das Fenster mit seiner äußeren Seite in der nördlichen Abschlußmauer des Hauses eingesetzt ist, können wir nur annehmen, daß es ursprünglich zum Nachbarhaus gehört hat. Die zum Vorschein gekommenen mittelalterlichen Überreste lassen nämlich an die Möglichkeit denken, daß am Nordende der heutigen Parzelle eine kleine Gasse gelegen ist. Somit wäre also das gotische Fensterchen ein Überrest aus jener Zeit, die der Verbauung des Gäßchens vorangegangen ist, und gehörte einem Haus an, das ah der anderen Seite dieses von uns angenommenen Gäßchens stand. Erst nach der Verbauung des Durchgangs dürfte dieses Fensterchen mit seiner Außenseite in die nördliche Abschlußmauer unseres Hauses eingebaut worden sein. Auch die gekantete Armierung, die das Haus gen Norden abschließt, dürfte einst das Gäßchen flankiert haben. Um diese Quergasse, die vermutlich einst die Urigasse mit dem Szentháromságplatz verbunden hat, endgültig in die Karte der Festung eintragen zu können, sind selbstverständlich neuere gründliche und eingehendere Untersuchungen erforderlich. E. Lócsy SZENTHÁROMSÁGGASSE 7 Das Haus in der Szentháromsággasse 7 bestand im Mittelalter aus zwei Gebäuden. Zum mittelalterlichen W T ohnhaus, das die Westseite des heutigen Gebäudes bildet, gehört ein imposanter, mit Sitznischen und gotischen Türumrahmungen ausgestatteter Torweg. Im Lauf der Denkmälerforschungen kamen im Hoftrakt die Überreste des Einganges zu einer einarmigen mittelalterlichen Treppenanlage zutage. Rózsa F. Tóth TÁRNOKGASSE 18 An der Stelle des heutigen Gebäudes standen im Mittelalter zwei Häuser, von denen nur jenes in der Tárnokgasse erhalten geblieben ist. Dieses war gleich zu Anfang ein Stockwerk hoch. An seiner der Annagasse zugekehrten Fassade kamen eine mittelalterliche Türöffnung, Hausteinumrahmung und Fragment eines Wölbungsfensters zum Vorschein. Türeinfas-