Budapest Régiségei 13. (1943)
ÉRTESÍTŐ - Auszüge = Estratti = Summaries 485-575
in Bogen abgeschlossene Nische mit dem Brustbild des Verstorbenen. In den Ecken zwischen dem Seitenrand und dem arcus der Nische sind die Darstellungen der Windgottheiten, die auf das jenseitige Schicksal der Menschen deuten. (Vgl. Cumont, Etudes syriennes. 1917, 69 ff. und Pisciculi, 1939, 70 ff.) Es kann noch ein Bronzering erwähnt, werden der neben dem Fundament der äusseren Wand des 2. cuneus-Teiles gefunden wurde. (Abb. 13) Die Kopf platte ist kreuzförmig durchgebrochen; ihre nächsten Analogien finden wir in den ähnlichen Funden der rheinländischen Imager, die bei dem grossen alemannischen Einbruch vernichtet worden sind. (Henkel, Römische Fingerringe im Rheinlande, S. 248. ff.) Die anderen, südlich der kürzeren W-O, Diagonale liegenden Teile des Zuschauerraumes, sind in besserem Zustande und die Mauerreste sind durchschnittlich in 0-80—1 m Höhe erhalten. Die zwei Haupteingänge liegen in der Linie der Längenachse der NOSW Richtung. Der nördliche, wo die pompa eingezogen ist, verengt sich gegen die Arena von 8-10 m bis auf 6 m. Der mit grossen und einmal schon erneuerten Kalksteinplatten bedeckte Fussboden senkt sich gegen den Kampfplatz. Die Maasse des südlichen Tores sind ähnlich wie des nördlichen. Die Schwellensteine des erhöhten Fussbodens lagen hier auf dem ursprünglichen Platz. An dem westlichen Wandteil des südlichen Haupteingangs, unmittelbar hinter dem Vorsprung der Podiummauer, finden wir eine 5-3 m lange Vertiefung ; ihr folgt nach Süden zu eine andere kleine nischenartige Vertiefung. In der letzteren war vermutlich — wie bei dem Amphitheater der Zivilstadt (V. Kuzsinszky, Bp. R. V. 1897, S 136) — irgendeine Statue. Ausser den Haupteingängen ist die äussere, durchschnittlich 2-3 m breite Rundniauer in jedem Viertel von fünf weiteren Nebeneingängen durchbrochen. An den beiden Seiten der Eingängen springt diese Rundmauer stufenförmig nach hinten. (Abb. 14.) und weist so eine Form auf, die (abgesehen von einigen tarquinischen, von Prof. Romanelli kürzlich aufgedeckten Grabkammern) in der antiken Architektur beispiellos dasteht. Wir können diese Erscheinung nur damit erklären, dass man das Amphitheater aus irgendeinem Grunde — und hier müssen wir an die germanischsarmatischen Kriege denken — nicht beenden konnte. Den Kern der Rundmauer bilden verschieden grosse Steine, die mit ungelöschtem Kalk verbunden sind und nur an der Innenund Aussenseite erhielt sie in der Dicke einer Steinreihe Quaderstein Verkleidung. In durchschnittlich 2 m Höhe finden wir ausserdem an der äusseren, Vorderseite der Rundmauer viereckige Durchbrechungen in unregelmässiger Entfernung voneinander. Wir können hier nicht an die, von anderswoher gut bekannte opus Gallicum-Technik denken. (H. Koethe, Trierer Zeitschrift 1939, S. 228—30. xmdDehn, Germania. XXIII. 1939. S. 23. f.). Zum Bau der ersten Stockhöhe verwendeten Tragbalken hat man auf dieser Weise in die Rundmauer eingefügt. (Eine ähnliche Lösung finden wir bei dem sogenannten atrium des »grossen Wohnhauses« der Zivilstadt. Bp. R. I. 1889. S. 129—130.) Neben der sorgfältigen Bauart der Rundmaueru weisen die durchschnittlich 10 m lange Seitenmauern der Nebeneingänge eine weniger sorgfältige Ausführung auf. Doch ist die Technik bei beiden dieselbe. Bei den Endpunkten der kürzeren Achse nehmen die Tierkäfige (career) Platz. Der westliche Käfig blieb bis zur Höhe der opus spicatum Technik aufweisenden Wölbung in dem ursprünglichen Zustand erhalten, so dass er für die östlichen, bis auf die Fundamentezerstörten Kammer ein Muster bietet. Sie bestanden aus zwei Räumen. Die äussere war trapezoidförmig. Die Überwölbung der nur 90 cm breiten Grundmauern ist noch problematisch. Der Fussboden, aus gestampfter Erde bestehend, senkt sich gegen die innere, viereckige, 5-20 x 3 m grosse Kammer. Der Fussboden der letzteren senkt sich nicht nur gegen die Arena, sorndern auch in der Richtung der südlichen Seitenmauer. Das in der SO Ecke gesammelte Wasser wurde mittels eines Ausflusses in den Kanal vor 542