Nyelvtudományi Közlemények 91. kötet (1990)

Tanulmányok - Bátori, István: Die Markierung des Objekts am Verb im Mordwinischen 15

Die Markierung des Objekts am Verb im Mordwinischen: morphologische Unterbestimmtheit und Homomorphie Wenn man die explizite Markierung des Objekts an dem Verb in den uralischen Sprachen systematisiert, lassen sich fünf morphologische Kom­plexitätsstufen aufstellen: 1. Sprachen ohne explizite Objektmarkierung am Verb, wie die ostsee­finnischen Sprachen, das Lappische, das Ceremissische und die permischen Sprachen. Hier hat das Verb eine einzige Reihe in jeder Zeit- und Modus­stufe: fi. tuon 'ich bringe.' 2. Es gibt Sprachen in denen das Verb in Bezug auf das bestimmte Objekt eine besondere Ausprägung erfährt. Hier stehen systematisch zwei Formenreihen gegenüber, eine für die intransitiven Verben und für Verben mit unbestimmtem Objekt und eine zweite Reihe für den Fall mit bestimm­tem Objekt. Hierher gehören das Ungarische und das Selkupische': ung. viszek 'ich bringe', viszem 'ich bringe es'. 3. In einer Anzahl von ostjakischen Dialekten (Serkai, Kazym, Mittlere Ob usw.) wird das bestimmte Objekt in Hinblick auf Numerus weiter diffe­renziert; es ergeben sich hierdurch drei Reihen, die in dem Paradigma eines transitiven Verbs auseinander gehalten werden (vgl. Steinitz, Ostjakologi­sche Arbeiten IV. 72-91, Honti: NyK 70(1972): 71-119): ostj. tutim 'ich bringe', tutem 'ich bringe es', tuttam 'ich bringe sie'. 4. In den Dualsprachen, so in Wogulischen, z.T. auch in ostjakischen Dialekten, wird eine zusätzliche Unterscheidung zwischen dualischen und pluralischen Objekten (die an dem Verb markiert werden) gemacht, so­daß hier vier Reihen nebeneinander stehen (Kálmán, Chrestomathia Vo­gulica. 43): wog. toteyu m totilu m totijaju m totijanu m 'ich bringe' 'ich bringe es' 'ich bringe zwei"ich bringe viel' Nyelvtudományi Közlemények 91. 1990.

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