Nyelvtudományi Közlemények 84. kötet (1982)

Tanulmányok - Veenker, Wolfgang: Konfrontierende Darstellung zur phonologischen Statistik der ungarischen und finnischen Schriftsprache 305

PHONOLOGISCHB STATISTIK 309 tigsten finnougrischen Sprachen auszuwerten. Die Ergebnisse für die Einzel­sprachen sind an verschiedenen Stellen publiziert worden. Daraus soll dann, wie oben bereits angedeutet, eine Gesamtdarstellung und Interpretation der Lautstruktur aller finnougrischen Sprachen folgen. Es versteht sich von selbst, daß natürlich bei weitergehenden Folgerungen berücksichtgt werden muß, daß nur ein Text untersucht ist. 9. Meine Ergebnisse sind in den beigefügten 54 Tabellen dargestellt; diese Darstellung besteht aus vier Teilen: (1) und (2) bringen die absoluten sowie die prozentualen Zählergebnisse und Berechnungen für UNG und FIN gesondert in gleichartiger Darstellung (wie sie auch für die anderen uralischen Sprachen erfolgt bzw. geplant ist), (3) bietet dann die Prozentwerte in kon­frontierender Auflistung und zudem graphischer Darstellung. Im Anhang (4) gebe ich zum einen Vergleichsdaten zu anderen Zählern, zum anderen führe ich Möglichkeiten anderer ph onologischer Interpretation im Finnischen vor. Hierbei habe ich besonderes Gewicht darauf gelegt — wie schon oben angedeutet —, und das ist der Fortschritt gegenüber bisherigen Darstellungen, eine Gruppierung und Wertung nach phonologischen Korrelationen vor­zunehmen, woraus dann Klarheit gwonnen werden kann etwa über das Ver­hältnis von langen ./. kurzen Vokalen in den einzelnen Silben usw.; wichtig auch im Hinblick auf die Weiterungen im Verlauf der Analyse anderer Sprachen scheint mir eine möglichst präzise Differenzierung der Vorkommenshäufigkeit etwa der Konsonanten in bezug auf die jeweilige Position in der Silbe (silben­initial, silbenmedial, silbenfinal) und im Wort (wortinitial, wortmedial, wort­final). 10. Auf diese Weise hat sich ein beträchtliches Zahlenmaterial ergeben, durch die von mir im dritten Teil durchgeführte graphische Darstellung glaube ich die Konvergenzen dieser beiden Sprachsysteme im phonologischen Bereich deutlich veranschaulichen zu können. Die genauen Angaben der Vorkommens­häufigkeiten in den einzelnen Positionen bieten ein Ausgangsmaterial für die Phonemkombinatorik. So zeigt sich z. B., daß in silbenmedialer Position (also etwa in den Typen VCC, CVÖC) nur einige Phoneme vorkommen. 11. Das hier vorliegende Material dient zunächst der Vergleichung von UNG und FIN, es soll die Möglichkeiten der phonologischen Statistik andeuten und ist zugleich Unterlage und Ausgangspunkt für eine entsprechend ange­strebte Untersuchung aller uralischen Sprachen, in der ich auf vielfältige Fragen, die sich während der Materialzusammentragung ergeben haben, ein­gehen werde. 12. Nachfolgend sind die Tabellen, die die Ergebnisse meiner Zählungen und Auswertungen enthalten, angeführt: (1) Phoneminventar: Vokalismus — UNG: Tab. 1, FIN: Tab. 19 (2) Phoneminventar: Konsonantismus — UNG: Tab. 2, FIN: Tab. 20 und transparenter zu sein, spiegeln seine Werte doch mithin die Transkription und somit die Auffassung des Transkriptors wider; nachträglich notwendige Korrekturen oder neue Erkenntnisse lassen sich aufgrund der differenziert vorgenommenen Analyse auch nach den Vorkommenspositionen in bezug auf Wort und Silbe relativ leicht vornehmen.

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