Múzeumi műtárgyvédelem 5., 1978 (Múzeumi Restaurátor És Módszertani Központ)
Tavas Imre: Kora avarkori kétélű kard restaurálása és rekonstruálása
Imre TAVAS Restaurierung und Rekonstruktion eines zweischneidigen Schwertes aus der frühen ' Awarenzeit Das die Inventarnummer 74.52.1-3. des König Matthias Museums in Visegrád tragende Schwert aus der frühen Awarenzeit ist im Donaubett bei Visegrád beim Flusskilometer 1692-93 in 50-100 m Entfernung von der Uferlinie in 6-7 m Tiefe bei der Baggerung des Flussbettes zum Vorschein gekommen. Es war in drei Stücke 'gebrochen und mit Kieselzement bedeckt. Die Zeit seiner Herstellung kann aufgrund von Analogien auf die Zeit zwischen 630-40 verlegt werden. Der Querschnitt seiner Klinge bildet ein sehr flaches Achteck. Als Schmuck diente ein quergefurchtes Band. Den ersten Arbeitsgang bei der Restaurierung bildete die mechanische Entfernung der Zementhülle. Darauf folgte die vollkommene Zerlegung des in einer silberbeschlagenen Schwertscheide befindlichen Schwertes sowie die Absonderung der Eisen-, Silber-, . Kupfer-, Holz- und Lederteile unter genauer Erfassung und Inventaraufnahme der einzelnen Teile. Die Entfernung der Chloridverschmutzungen der korrodierten Eisenteile erfolgte mit Hilfe einer 10%-igen NaOH-Lösung; die Reinigung der Silberbeschlkge erfolgte mit einer 5%-igen Zitronenskure-lösung und Polieren mit NaHCC>3, der Holzteile aus Roterle (aus glutinosa geartu) und Linde (Tilia cordata mill. ) in 5%-igen Phosphorskurenbad. Die Eisenteile wurden mit dem Kunstharz Araldit F (CY 205) geskttigt und mit dem Harz Araldit AVV 106+HY 951 geklebt. Die Trknkung der Holzteile erfolgte mit Herbst’scher Alaunbehandlung, ihre Klebung mit Karbamid-Formaldehyd-Harz. Die Sil- berbeschlkge wurden kalt behandelt. Die Lederreste wurden durch Fremdstoffe ergknzt. Die Rekonstruktion erfolgte aufgrund des Schwertes von Szeged-Csengele, unter Berücksichtigung der aufgenommenen Abmessungen. Zur Bestimmung der Abmessungen der Teile wurden die Masse des menschlichen Körpers, seine inneren Proportionen zur Grundlage genommen, wobei aufgrund der Klingenlknge (86,4 cm) eine Körpergrösse von 175 cm angenommen wurde. /Siehe T. XXI.-XXII./ 200