Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 48. (2000)

AGSTNER, Rudolf: Österreichische Konsulate in der Schweiz

Rudolf Agstner Fenner-Ursprung, Wilhelm * Ueken (Aargau) 25.10.1872 HK .8.1927 ­HGK Juli 1932 - 15.4.1934 HK 15.11.1957 HGK 27.8.1966 - 15.6.1968 HK 26.9.1968 - HGK21.7.1972 - 31.12.1980 HGK 12.12.1980 - 31.12.1982 HGK 11.4.1983 - 31.12.1995 HGK 6.8.1996 ­Gadient Engi Dr. Jürg Rinderknecht, Heinrich t Basel 10.4.1935 * Basel 12.10.1894 t Basel 19.9.1969 * Basel 13.10.1910 Preiswerk Dr. Valentin Menzinger Dr. Bernhard Müller, Paul Albert t Arlesheim 10.2.1994 * Basel 14 11.1922 * Karlsruhe 27.6.1937 * Walenstadt/St. Gallen 12.8.1950 V. Bern Im Jahre 1901 notifizierte die k. u. k. Gesandtschaft dem Eidgenössischen Politi­schen Departement eine „Anzeige über die Verwaltung des Konsularbezirks Bem durch die k. u. k. Gesandtschaft“. Dabei blieb es noch über den Zusammenbruch der Monarchie hinaus bis zur Errichtung des Honorarkonsulats Bem. Im Zuge der zwischen 1923 und 1925 angestellten Überlegungen, die Gesandt­schaft in Bern de facto zu schließen und mit der Vertretung Österreichs beim Völ­kerbund in Genf, die unentgeltlich von Gesandtem Emmerich Pflügl wahrgenom­men wurde, zusammenzulegen, tauchte auch der Gedanke auf, die österreichische Präsenz in Bem durch ein Honorarkonsulat sicherzustellen. Obwohl das Projekt der Schließung der Gesandtschaft Bern bzw. deren Zusammenlegung mit der Völker­bund-Vertretung in Genf, im November 1925 schon nicht mehr aktuell war, und die finanziellen Mittel für das Weiterbestehen der Gesandtschaft Bem im Budget 1926 gesichert waren, wurde die Idee, in Bem ein Honorarkonsulat zu errichten, weiterverfolgt. Die weit gehende Auslagerung von Arbeit an Honorarkonsuln war schon deshalb notwendig, weil die personelle Ausstattung der Gesandtschaft Bern sehr dürftig war. Am 18. Dezember 1925 beschloss Österreichs Ministerrat die Errichtung eines österreichischen Honorarkonsulats in Bern und die Ernennung des Schweizer Bür­gers Paul Kehrli'03 zum österreichischen Honorarkonsul in Bern.'04 Kehrli hatte nach kaufmännischer Lehre in Genua und Marseille in Export- und Importfirmen gearbeitet. 1894 gründete er in Bern ein Getreide- und Futtermittelgeschäft. Auf 103 104 103 * 1870, t 1955, Bürger von Brienz (Kanton Bem), 1900 in das Bürgerrecht von Bem aufgenom­men. Heiratete 1901 Rosa Elisabeth Johanna Hirter, Tochter des Johannes) Daniel Hirter, Präsi­dent der Schweizerischen Nationalbank und Nationalrat (1906 Präsident), Inhaber einer Spediti- ons- und Kohlenfirma, Mitglied des Verwaltungsrates der Schweizerischen Bundesbahnen und maßgeblich am Zustandekommen der Lötschbergbahn beteiligt. Kehrli war während Jahren in der Bemer Speditionsfirma Kehrli & Oeler tätig. 104 Beschlußprotokoll 414. Ministerrat vom 18. Dezember 1925, TOP 6. 44

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