Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 46. (1998)

ZEDINGER, Renate: Die „Niederländischen Pensionen“: Archivalien zur Geschichte der belgischen Emigration von 1794

Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 46/1998 - Rezensionen die genannten Kommandanten der Unterseeboote und ein weiterer über die angegrif­fenen Schiffe und Fahrzeuge die punktgenaue Suche. Für den österreichischen Marinehistoriker wird wohl die Adria, im Kapitel Mit­telmeer von besonderem Interesse sein, wobei hier, unter vielen anderen, auch ab September 1943 das Unterseeboot „Sokol“ der polnischen Exilmarine in den Gewäs­sern um Pola operierte. In seiner Übersichtlichkeit ist dieses Buch sicherlich ein Standardwerk für die Zu­kunft und wird dem mit dem Seekrieg des 2. Weltkrieges befaßten Historikern ein immer notwendiges Hilfsmittel sein. Peter Jung, Wien Riesenfellner, Stefan-Uhl, Heidemarie: Todeszeichen. Zeitgeschichtli­che Denkmalkultur in Graz und in der Steiermark vom Ende des 19. Jahr­hunderts bis zur Gegenwart. Böhlau: Wien-Köln-Weimar 1994 (Kultur­studien, Bibliothek der Kulturgeschichte, Sonderband 19). 264 S., illustriert. Selten fiel es dem Rezensenten so schwer, ein vorliegendes Buch zu besprechen, da der Inhalt dafür steht, Emotionen wachzurufen, die im Betrachter, je nach Ideo­logie, kontroversere Standpunkte auslösen müssen. Doch vorerst zu den Fakten: In sieben Kapiteln versuchen die einzelnen Autoren, die jeweils aufeinanderfol­genden Zeitabschnitte der Geschichte im Hinblick auf die Denkmalkultur und die Straßennamen zu durchleuchten, Stefan Riesenfellner beginnt mit dem Kapitel über zeitgeschichtliche Denkmalkultur am Beispiel von Kriegerdenkmälern in Graz und in der Steiermark 1867-1934, Friedrich Grassegger folgt mit dem Abschnitt 1934- 1938 unter dem Titel „Ein Toter führt uns an“, danach Wolfgang Krug mit „Ein Todeszeichen für Österreich“- Das Anschlußdenkmal in Oberschützen, gefolgt nochmals von Friedrich Grassegger mit einem Beitrag über nationalsozialistische Denkmäler 1938-1945. Die Nachkriegszeit und die Erinnerung an die Gewalttaten des Nationalsozialis­mus bearbeitet danach Heidemarie Uhl im Kapitel „Erinnern und Vergessen“. Den Abschluß bilden ein Kapitel über Grazer Straßennamen von Christian Ehetreiber und Otto Rath und das Photoessay „Todeszeichen“ von Branko Lenart. Wie bereits am Beginn erwähnt, wecken Kriegerdenkmäler Emotionen. Man fin­det sie nicht nur in Österreich, sondern, reist man etwa quer durch Europa nach Südwesten und Westen, begegnet man ihnen in Italien und Frankreich, ja bis hinauf nach Nordschottland. Fast überall erkennt man ähnliche Konstellationen, markante Plätze, in den meisten Fällen vor der Kirche im Ort und vielfach dauernde Schmük- kungen. Gerade hier wäre zu erwähnen, daß sie in all den Gegenden außerhalb unse­res Landes keinerlei Anhaltspunkt zu negativen Diskussionen bilden, nicht nur als Faktum respektiert werden, ja geradezu in manchen Bereichen Stätten des National­536

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