Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 46. (1998)
ZEDINGER, Renate: Die „Niederländischen Pensionen“: Archivalien zur Geschichte der belgischen Emigration von 1794
Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 46/1998 - Rezensionen Abschließend darf festgehalten werden, daß Grimm mit seiner auf einer breiten Quellen- und Literaturbasis gearbeiteten Studie zweifellos einen wesentlichen Beitrag zur österreichischen Schul- und Bildungsgeschichte geleistet hat. Er hat hierbei nicht nur neue Erkenntnisse geliefert, sondern auch neue Sichtweisen eröffnet; etwa wenn er auf die Vorbildwirkung des höheren Schulwesen verweist. Grimms Studie ist ein rundes Ganzes, und wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann bestenfalls den Umstand, daß ihm ein Personenregister mangelt. Herbert H. Egglmaier, Graz Mühlberger, Kurt-Maisel, Thomas (Hrsg.): Aspekte der Bildungs-und Universitätsgeschichte. 16. bis 19. Jahrhundert. Wiener Universitäts Verlag: Wien 1993 (Schriftenreihe des Universitätsarchivs 7). 440 S. Der Band umfaßt - in fünf Kapitel gegliedert - insgesamt 14 Beiträge, die ein breites Spektrum punkto Bildungs- und Universitätsgeschichte - und damit implizit auch punkto Wissenschaftsgeschichte - abdecken. Bei all ihrer Vielfalt punkto Fragestellung und methodischem Ansatz sowie auch hinsichtlich des zeitlichen und räumlichen Bezuges sind all diese Beiträge einer Thematik verpflichtet. Und diese ist - so die Herausgeber: „Die Geschichte der Wissensvermittlung, deren Institutionen sowie jener Personen, die, sei es als Handelnde oder ,Erleidende1, dennoch als .Produkte1 dieser Geschichte betrachtet werden können.“ (S. 9) Je nachdem, welcher Aspekt der Bildungs- und Universitätsgeschichte im Vordergrund des jeweiligen Beitrags steht, ist ausschlaggebend für dessen Zuordnung zu einem der fünf Kapitel. Folgende Einteilung wurde seitens der Herausgeber getroffen: l. Institutionen im Wandel: Astrid Steindl, Die Akademischen Nationen an der Universität Wien (S. 15-39). - Ivana Comejovä - Michal Svatos, Die Universität Prag im 16. und 17. Jahrhundert. Eine Wende (S. 40-60). - Johannes Wrba SJ, Ignatius, die Jesuiten und Wien (S. 61-90). II. Studium und Norm: Petra Hesse, Das Disputierwesen in Leipzig im 18. Jahrhundert (S. 93-111). - Sonia Horn, Grundzüge des Medizinstudiums in Wien 1700-1750 (S. 112-126). m. Faule Schüler und Rebellen - Der Alltag? Kurt Mühlberger, Wiener Studentenbursen und Kodreien im Wandel vom 15. zum 16. Jahrhundert (S. 129-190). - Thomas Maisei, „Bellum Latinum“. Eine studentische Rebellion des frühen 16. Jahrhunderts in Wien (S. 191-231). - Friedrich Edelmayer, „Ignotum est ignoti nulla cupido“. Die Berichte des Elias Preuß über die Studien von Siegmund n. von Dietrichstein (S. 232-270). - Christian Promitzer, Die merkwürdige Flucht eines Jesuitenzöglings im Jahre 1735 (S. 271- 303). IV. Migration und universitärer Einzugsbereich: Ingrid Matschinegg, Bildung und Mobilität. Wiener Studenten an italienischen Universitäten in der frühen Neuzeit (S. 307-331). - Albert Müller, Universitätsbesuch und städtische Herkunft. Forschungsprobleme am Beispiel österreichischer Städte und der Wiener Universität, 1377-1554 (S. 332-360). - László Szögi, Zur Geschichte des Universitätsbesuchs innerhalb der Habsburger-Monarchie 1790-1850 (S. 361-398). 524