Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 42. (1992)

BURKERT, Günther R.: Die Reise österreichischer Gesandter an den Hof Karls V. im Jahre 1519. Die bisherige Forschung und der Bericht Trojan von Auerspergs

Günther R. Burkert Darnachdd) am XXV. tag des monats ward wir aber gefordert für die rat. Also hielt uns der cantzier in beywesen des von Schivers, cardinals bischove Mota57) stalmeysters58) und techant von Pisantz59), Hanhart60) und Maximilian secretari61) ein maynung fur, die dan die geschafft, die uns im beschluss ubergeanthburt, nach der leng innen heit und nem- blichn dy drey artigkl ertzelt: der erst, das man in das furstn guet griffen hat, das regiment und ambtleut geändert, solichs nit soll gehandlt habn, man hette die furstn zuvor darumb ersuecht; der ander artigkl, das Ir Maiestet in der klag wider das regiment nit mag vor Ir Maiestet zukunfft und an verhör handln; der drit, das wir den landen schreiben sollen, den comissarien in Ir Maiestet abwesen gehorsam zu thuen. Uberee) solichs giengen wir in ain kamer. Do woltn sich ettlich darüber pedenkhn und die anthburt in geschrifft vordem solichs beschach, zaigtn uns die rat an, sy woltns an die Rayserliche Maiestet bringen, hettn wir dan mer zu hanndeln, wir sollens thuen, dan Ir Maiestet werde paid von hinnen, aber Ir Maiestet wirt uns doch ee abfertigen. Do eyltn wir und redtn lang von ainer aintrechtigen anthwurt, und ee das wir uns einer anthburt beschlussen, begabn sich vili spitziger wort tschwischn[!] der von Steier und des von Storenberg, doch zuletst be­schlossen wir uns ainer anthburt eintrechtigklich, doch Vorbehalten die dreu artigkl von wegn der dreyer landt zu veranthburttn, und zaigtn aintrechtigklich an, das wir hettn all unser bevelh, so wir von den lan­den hettn, eingelegt, und wer unser bevelh, kheinerley zu veranthburttn oder zu disputiern von der land wegen; gern wolln wir an die landt bringen, was uns da furgetragen wirdet. Zum11) erstn: was die landt gehandlt habn, das habn sy darumb than, dieweill ire furstn so ver gewest sein, damit sy das landt erhaltn und in fridt behaltn mochtn, hintz sy ir furstn mit fueg ersuechn oder ersuechn kundtn, auch irer zukunfft und fursehung erwarttn mochtn, wiewol wir hierzu kein bevelh habn, die land zu veranthburttn, sy Werdens dermas­sen antzaign, das dy Runigliche Maiestet mit warheit inen wirt, das sy als die getreun woll und recht gehandlt habn. Uns will aber dennacht als den personen und getreun getzimen, für unns selbst antzaign das für Ir Maiestet und fur land und leut guet ist. dd) Hand 5: handlung der gesandten bey dennen khöniglichen räthen werden den gesandten drey articl fürgehallten. 57) Pedro Ruiz Mota, Almosenier Karls V. 58) Winckhefall Stalmaister. 59) N. Techanndt von Pisanntz (Bescancon). 60) Jehan Hannart, Vicomte de Lombeek, Herr von Liedekerke. 61) Maximilian Transilvanus. ee) Hand 3: abtritt der gesandten und deren entschlusB. ff) Hand 3: ablainung der fürgehalltener dreyer articl. 58

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