Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 39. (1986)
THOMAS, Christiane: Cillier Urkunden. Archivbehelf zu den durch das österreichisch-jugoslawische Archivabkommen betroffenen Beständen der allgemeinen Urkundenreihe
292 Christiane Thomas 168 1354 Juli 18 oder 25 Wilhelm von Schärfenberg gelobt dafür zu sorgen, daß die Graf Friedrich von Cilli verkauften 45 Huben unbelastet an den Käufer gelangen. Die Belastung ergibt sich durch eine frühere Verweisung Herzog (Albrechts II. von Österreich) an Hertnid von Schärfenberg. Gelingt es Wilhelm nicht, sein Versprechen einzuhalten, muß er den Cillier gleichwertig oder (sogar) besser entschädigen. Siegler: Wilhelm von Schärfenberg. Or., Perg., RV, AV. Vgl. n. 167. Hinsichtlich einer eindeutigen Datierung der beiden letzten Urkunden gilt das für n. 161 Gesagte. 169 1354 Juli 25 Die Brüder Hermann, Hans und Nikla Schenken von Osterwitz verkaufen ihr Eigengut, zwei Mühlen mit zwei Wehren (wären) in der Salesch zwischen dem Heiligenberg und ihrem Turm Graf Friedrich von Cilli gegen ein (ungenanntes) Gut. Siegler: Hermann, Hans und Nikla Schenken von Osterwitz. Or., Perg. leicht besch., 3 Sigg. (Hermann, Hans und Nikla Schenken von Osterwitz), RV, AV. 170 1355 Januar 21 Kunigunde von Windischgraz, Witwe des Schreibers Hans von Köttelach, übergibt Graf Friedrich von Cilli gegen eine Zahlung von 18 Mark Grazer Pfennige die Güter, die sie von ihrem verstorbenen Mann als haimstewer zugewiesen erhalten hatte: das Haus in Schönstein, fünf Hofstätten im Markt (Schönstein), fünf Äcker hinter der Kirche von Schönstein und zehenthalb Huben im Schönsteiner Urbar. Ihr (jetziger) Mann, Richter Wilhelm von Saldenhofen, gibt seine Zustimmung zu dieser Regelung. Siegler: Kunigunde von Windischgraz, Richter Wilhelm von Saldenhofen, Schaffer Palweyn von Saldenhofen, Reinprecht von Saldenhofen. Or., Perg., 4 Sigg. (Kunigunde von Windischgraz, Richter Wilhelm von Saldenhofen, Schaffer Palweyn von Saldenhofen [leicht besch.], Reinprecht von Saldenhofen [leicht besch.]), RV, AV. 171 1355 März 11 Jost von Altenburg verspricht, eine Hube in Stranach, auf der Mike ansässig ist und die ihm von Graf Friedrich von Cilli um 10 Mark Grazer Pfennige verpfändet wurde, diesem zu einem beliebigen Zeitpunkt während dieses Jahres gegen die Pfandsumme zurückzugeben. Siegler: Jost von Altenburg. Or., Perg., Sig. leicht besch. (Jost von Altenburg), RV, AV.