Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 36. (1983)

SCHÖDL, Günter: Zur Forschungsdiskussion über alldeutsch-deutschnationale Politik in der Habsburgermonarchie und im Deutschen Reich

Rezensionen 441 569 f — die gab es in Skandinavien seit dem 13. Jahrhundert) wird mit Ausnahme von Brandrodung mit zahlreichen Belegen vorgeführt. Die kirchliche Organisation verdeutlichen „Bischof“ (228), „Bistum“ (251), kirchliche Bewegungen „Bogomilen“ (328 ff), „boni homines“ (424), „Brü­dergemeinden)“ (732 f, 736 ff), „Bruderschaften“ (738 f), aber auch ein­zelne Orden wie z. B. „Birgittinen“ (218); einem Ordensideologen, „Bo- naventura“, ist ein ausführlicher Artikel gewidmet (402 ff). Damit ist das weite Feld der Einzelartikel über reale und fiktive Personen (der Ange­hörigen der großen Familien, der Bischöfe, Päpste und Heiligen, aber auch der Künstler, wie etwa „Boccaccio“ [298 ff], „Bosch“ [468 f], „Botti­celli“ [429 ff], „Brunelleschi“ [758 f]) betreten; unter den letzteren für Österreich besonders hervorzuheben: „Biterolf und Ditleib“ (253), „Blon- del de Nesle“ (286 f); unter den diversen Bianca-Artikeln hätte vielleicht auch Blanche von Valois (f 1305), Schwester des Königs Philipp IV. von Frankreich, Gemahlin des Habsburgers Rudolf III., Aufnahme finden kön­nen; dazu Familien, darunter so bedeutende wie die „Bourbonen“ (501 ff), und Orte, wobei besonders Bischofsstädte berücksichtigt worden sind. Hervorzuheben ist auch der ausführliche und instruktive Artikel über „Bologna und sein Studium“ (370 ff), über das anhand des letzten For­schungsstandes klar und eindrucksvoll referiert wird. Neben großangelegten, nicht ganz einheitlich konzipierten Länderartikeln (bei einigen ist die politische und die Wirtschaftsgeschichte, bei anderen auch die Kirchen- und sogenannte Geistesgeschichte behandelt) über z. B. „Böhmen“ (335 ff), „Bosnien“ (472 ff), „Brabant“ (528 ff), „Burgund“ (1062 ff) und „Brandenburg“ (550 ff) findet sich in den vorliegenden Lie­ferungen viel und grundlegendes Material zu den Voraussetzungen und Produkten von Wissenschaft und Bildung („Bildung“ wird nicht als Ar­tikel behandelt, sondern auf Erziehung verwiesen): angefangen von „Bi­bel)“ (40—75) über „Buch“ (802 ff), „Buchdruck und -einband“ (815 ff, 823 ff), über „Bibliothek“ (113 ff), „Beurkundung“ (8), „Biographie“ (190), „Briefe“ (648 ff) und „Botenwesen“ (484 ff, wofür im Westen, an der Kurie und in größeren Handelsstädten reiche Quellen fließen; die Wappen­bücher am Arlberg wird nur ein Eingeweihter unter „Botenbücher“ suchen, so daß der Wunsch nach einem Hinweis unter „Heraldik“ oder „Wap­penbücher“ angemeldet sei) bis zu Biographie und Rezeptionsgeschichte von für das europäische Geistesleben wesentlichen Autoren, wie z. B. der von mehreren Mitarbeitern bestrittene Artikel „Boethius“ (308 ff). Brie­fen, Briefliteratur und Briefsammlungen ist breiter Raum gewidmet, ge­gliedert wird das lateinische Material chronologisch, das volkssprachliche regional; das Spätmittelalter wird etwas stiefmütterlich behandelt. Han­dels- und Kreditbriefen ist ein eigener Abschnitt Vorbehalten, Urkunden sind manchmal, besonders bei „Briefsammlungen“, unter die allgemeinen Bemerkungen subsummiert. Die technischen Erfordernisse der Edition von Briefsammlungen werden breit besprochen (657 ff); anders als in dem by­zantinischen und in den volkssprachlichen Abschnitten werden Editio-

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