Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 29. (1976)
RABE, Horst – STRATENWERTH, Heide – THOMAS, Christiane: Stückverzeichnis zum Bestand Belgien PA des Haus- Hof- und Staatsarchivs Wien
313 5 r —6 r — 29. 05. 30. — Ferdinand Margarete KC+D 314 7 r 8 v 29. 06 [03] L[inz] Ferdinand Margarete A 315 9 r —v 10 v 29. 06. 03. [Linz] Ferdinand Margarete KC+D 316 11 r —v 12 v 29. 06. 08. Linz Ferdinand Margarete KC+D 317 13 r 13 v 30. 08. 16. Augsburg Ferdinand Margarete A 318 14 r —v — [30. 05. 27] Innsbruck Ferdinand Clemens VII. M 319 14 v — [30. 05. 27] [Innsbruck] Ferdinand [Schömberg], Nikolaus, Capua EB M 320 14 v — [30. 05. 27] [Innsbruck] Ferdinand „Fidelis dilecte“ M zum König von Frankreich. — 299: Undatiertes Konzept ohne Adressatenangabe und ohne Anrede. Archivalische Beschriftung: 1529. 12. 28. Der Inhalt deutet jedoch auf eine etwas spätere Entstehungszeit, freilich vor der Kaiserkrönung, denn Karls Überlegungen hinsichtlich seiner ferneren Pläne scheinen weiter gediehen zu sein, als sie es am 11. Januar 1530 waren. Vgl. dazu Karls Brief an Ferdinand unter diesem Datum (FK 2/2 550—564 n. 388). Was insbesondere die Beurteilung der Lage im Reich angeht, so ist sogar ein Einfluß von Ferdinands Antwortschreiben von 1530. 01. 28 (FK 2/2 578 — 591 n. 400) festzustellen. Absender und Adressat sind nach Inhalt und Stil unter den Habsburgern und deren obersten Räten zu suchen. Karl selbst und Ferdinand scheiden aus, weil von ihnen als Dritten die Rede ist. Die Entstehung des Stücks in der kaiserlichen Kanzlei (vgl. die Sekretärshand und die Korrekturen Granveiles) sowie die lobende Erwähnung eines kaiserlichen „discours“ (fol. 33 v) verweisen auf Gattinara als möglichen Absender. Einige andere inhaltliche Hinweise lassen Margarete als Adressatin vermuten. Ungeklärt bleiben die Abfassung des Schreibens in der 1. Person pluralis und der Rückvermerk „Translat Hongrie“. — 300: Datierung nach Archivarsbeschriftung. Die Angabe „Arschot“ oben links bezieht sich auf den Inhalt. Auf der Rückseite ein anderer Anfang zu diesem Brief. — 302 — 304: Es handelt sich um die Entwürfe für zwei Schreiben an eine Vielzahl von Adressaten, in denen Karl die Befolgung der Kreuzzugsbulle zugunsten Ferdinands Türkenkrieg empfiehlt; n. 303 (mit Korrekturen Granvelles) ist eine Vorstufe zu n. 304. — 305: Konzept mit Korrekturen von der Hand Granvelles. — 306: Das Original der Zustimmung der Kurfürsten zur Wahl Ferdinands liegt: HHStA Mainzer Erzkanzlerarchiv, Wahl- und Krönungsakten 3/A fol. 41 r— 42 v, gleichzeitige Kopie ebenda 3/D fol. 16 r— 19 r. — 308: Von Sekretärshandgeschriebene kaiserliche Entschließung betr. Aufstellung von Truppen. Das Stück ist im Relativstil gehalten und gehört als Beilage zu n. 522. Karls eigenhändiger Rückvermerk auf der Beilage fol. 49v enthält die Adresse für den Hauptbrief. Jahresdatierung nach Archivarsbeschriftung, Monat und Tag nach dem Text fol. 48v. Vgl. die Ausführungen zu FK 3 n. 553 (im Druck). — 310: Datierung aufgrund von Übereinstimmungen mit Karls Brief an Ferdinand von 1523. 09. 08 (FK 1 72 n. 46). — 311: Datierung nach Ludwig Pastor Geschichte der Päpste 4/2 (Freiburg i. B. 1907) 361. — 314: Tagesdatum wegen Beschädigung des Blatts nicht mehr lesbar, daher entnommen der gleichlautenden Kopie Belgien PA 469