Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 29. (1976)

RABE, Horst – STRATENWERTH, Heide – THOMAS, Christiane: Stückverzeichnis zum Bestand Belgien PA des Haus- Hof- und Staatsarchivs Wien

Mitteilungen, Band 29 2 71 279 r —280 v — 22.09.16. Kopenhagen Christian [II.], Margarete Dänemark K A schriftung. — 248: Instruktion für Le Saueh zu Karl. — 249: Antwort Karls auf obige Instruktion in Form eines Marginaldekrets („Apostilles“). — 250: Instruktion für diar­chies zu Karl. Gleichlautend mit n. 212. Vgl. auch den dies­bezüglichen Kommentar betr. die Datierung. — 254: Ein Billet Karls, aus dem nicht ersichtlich wird, welchem Brief Karls es beigelegen hat. Auch die Überlieferungsform ist nicht zweifels­frei. — 255: Vermutlich ein Billet, das n. 256 beigegeben wurde. — 257: Instruktion für Le Sauch zu Karl. Laut Beschriftung von Bliouls Hand: erste Instruktion. Als solche wird sie auch in Karls Antwort von 1523. 03. 16 (PA 13/3, fol. 41 r —52 r) bezeichnet, allerdings als vom 16. Oktober datiert. Sollte Karls Sekretär hier ein Fehler unterlaufen sein oder sollte sich Blioul bei der Beschriftung des vorliegenden Konzepts geirrt haben? — 258: Instruktion für Le Sauch zu Karl. Laut Be­schriftung von Bliouls Hand: zweite Instruktion. So auch in Karls Antwort auf beide Instruktionen (siehe die vorige An­merkung) bezeichnet, jedoch ebenfalls unter einem vom Kon­zept abweichenden Datum, nämlich 1523. 01. 02. Da die erste Instruktion nicht vom 16. Dezember datieren kann, wenn die zweite Instruktion vom 1. Dezember datiert, muß Blioul zumindest bei einer der beiden Beschriftungen ein Fehler unter­laufen sein. Ohne Kenntnis der Ausfertigungen jedoch lassen sich die Abweichungen bei den Daten nicht mit Sicherheit erklären. — 259: Nach Inhalt ein vorbereitendes Memoire für die Instruktionen, mit denen Le Sauch später zum Kaiser geschickt wird (vgl. nn. 257, 258). Der Überbringer der Instruk­tionen stand zum Zeitpunkt der Abfassung des vorliegenden Mémoires noch nicht fest. Zu datieren ist das Memoire nach der Abfertigung des Philipp von Harchies nach Spanien 1522. 07. 18 (vgl. n. 212). — 261: Nachschrift zu einem bisher nicht aufgefundenen Brief an Margarete und die Finanzräte, die sich als Empfänger aus dem Brief inhalt und dem Gebrauch des Majestätsplurals ergeben. Laut Inhalt zu datieren ca. eine Woche vor der Abreise von Le Sauch, die mit 1523. 03. 23 erfolgte. Vgl. Karls Brief an Margarete von 1523. 05. 08 (PA 13/3 fol. 84 r— 90 v). — 264: Unterschrift abgerissen, aber Lalemand als Absender eindeutig aufgrund der Handschrift. Archivalische Beschriftung 1522 nach Inhalt irrig: 1. Lalemand erwähnt seinen kurz zuvor geschriebenen Brief an Margarete, den er über Frankreich gesandt habe. Im Juli 1522 aber war der Weg durch Frankreich versperrt, weil Franz I. und Karl V. offen gegeneinander Krieg führten. 2. Lalemand verspricht, den Kaiser zu einem eigenhändigen Schreiben an Margarete zu bewegen, das der Bote Richard oder ein anderer Kurier überbringen soll. Richard aber befindet sich zu dieser Zeit auf einer Mission in die Niederlande (vgl. Karls Brief an Margarete von 1522. 08. 11 = n. 224). Es wäre daher unsinnig gewesen, ihn für die nächste Sendung vorzusehen. 3. ist es höchst unwahrscheinlich, daß Lalemand, der am 22. Juli bei Karl in Santander und am 15. August bei Karl in Palencia ist (vgl. Karls Briefe unter diesen beiden Daten an Margarete nn. 223, 225), zwischendurch eine Reise nach Granada, dem Ausstellungsort des vorliegenden Schreibens, gemacht haben sollte. Umgekehrt sprechen Ausstellungsort und Inhalt für das Jahr 1526: 1. Lalemand ist mit hoher Wahrscheinlichkeit — wie üblich — in der Nähe des Kaisers, denn er sendet gleich­zeitig mit seinem Brief einen Brief des Kaisers an Margarete ab und will den Kaiser zu einem eigenhändigen Brief an Marga­rete bewegen. 2. Der Kaiser befindet sich während Lalemands Amtszeit nur 1526 im August in Granada. — 270: Jahresdatum nach Inhalt (kurz bevorstehender Einzug des neugewählten Belgien PA 465

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