Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 29. (1976)

RABE, Horst – STRATENWERTH, Heide – THOMAS, Christiane: Stückverzeichnis zum Bestand Belgien PA des Haus- Hof- und Staatsarchivs Wien

444 Stückverzeichnis schiedenen Wegen versandt wurden. Diese Zweitausfertigungen sind in der Regel eindeutig als Ausfertigungen erkennbar; sie werden in den fol­genden Listen dementsprechend mit A gekennzeichnet. Dabei ist zu berücksichtigen, daß zeitgenössische Bezeichnungen eines solchen Stücks als „duplicat“ nicht in jedem Fall aussagekräftig sind; als „duplicat“ wer­den nämlich nicht selten auch Kopien bezeichnet. 7.4 Es kann für den Benützer — schon aus arbeitsökonomischen Grün­den — sehr wichtig sein, rasch zu erkennen, ob er es, namentlich bei ei­ner Ausfertigung, mit einem chiffrierten Stück zu tun hat; ebenso nütz­lich wird die rasche Information darüber sein, ob einem chiffrierten Text eine Dechiffrierung beiliegt oder nicht — und dies nicht nur aus arbeitstechnischen Gründen, sondern auch deshalb, weil man davon aus­zugehen hat, daß der Empfänger eines chiffrierten Briefs selbst nicht die Chiffre liest, sondern die von einem seiner Sekretäre gefertigte Entziffe­rung (vgl. 1.7). In den folgenden Listen werden daher chiffrierte bzw. teilchiffrierte Texte eigens als solche gekennzeichnet (C bzw. c), und ent­sprechend auch die Dechiffrierungen (D bzw. d). Chiffrierte bzw. teilchiff­rierte Ausfertigungen, denen die Dechiffrierungen beiliegen — sei es in­terlinear oder in margine geschrieben, sei es auf eigenem Blatt —, wer­den durch AC -f- D bzw. Ac -j- d gekennzeichnet; entsprechend werden chiffrierte Kopien behandelt. 7.5 Die zeitgenössische Terminologie kennt den Begriff „Sommaire“ (S) zur Kennzeichnung von Inhaltsangaben ganzer Korrespondenzreihen zwi­schen zwei Korrespondenten oder auch einzelner Stücke oder sogar für — mehr oder minder wörtliche — Auszüge aus einem solchen Einzelstück. Solche Sommaires sind in ihrem Quellenwert einer Ausfertigung, Minute oder Kopie natürlich nicht gleichwertig, häufig aber deshalb wichtig, weil das betreffende Stück nur in dieser Überlieferungsform überhaupt erhal­ten ist. Die Kennzeichnung der Sommaires in den folgenden Listen ent­spricht der zeitgenössischen Terminologie. 7.6 Übersetzungen sind nicht als eigene Überlieferungsform ausgewiesen; sie werden vielmehr als M oder K gekennzeichnet, je nachdem, in wel­chem Stadium der Entstehung eines Stücks die Übersetzung angefertigt wurde. Soweit bekannt, wird in einer Anmerkung auf den Sachverhalt der Übersetzung hingewiesen. 7.7 Hat die Überlieferungsform nicht mit Sicherheit oder doch sehr hoher Wahrscheinlichkeit festgestellt werden können, so ist die vermutete Über­lieferungsform mit einem Fragezeichen versehen. Solche Zweifelsfälle er­geben sich insbesondere aus der Unsicherheit darüber, ob ein Stück als Kopie oder als Reinkonzept anzusehen ist. Bei Listen, Verzeichnissen und ähnlichen Stücken — zumeist Beilagen — wird in der Regel keine Über­lieferungsform angegeben. 7.8 Zusammenfassende, alphabetische Übersicht über die Abkürzungen der Überlieferungsformen: A Ausfertigung AC komplett chiffrierte Ausfertigung ohne Dechiffrierung Ac zum Teil chiffrierte Ausfertigung ohne Dechiffrierung AC + D komplett chiffrierte Ausfertigung mit Dechiffrierung Ac + d zum Teil chiffrierte Ausfertigung mit Dechiffrierung

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