Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 26. (1973)

AUER, Leopold: Egon Schiele und das Heeresmuseum

Schiele und das Heeresmuseum 459 Kommandos ein Gesuch, mit der Bitte um Kommandierung in das Heeres­museum direkt beim Unterrichtsministerium ein. Vorigen Dienstag habe ich die einwandfreie Befürwortung des Unterrichtsministerium dort selbst erfahren und — hoffe nun. Mit vorzüglichster Hochachtung EGON SCHIELE 1917 Wien XIII., Hietzinger Hauptstraße 101 (2) Sehr geehrter Herr Direktor Dr. John! 11. Februar [1918] (mündlich durch Obi. Lechner J) Gleichzeitig übersende ich eine Abschrift der Antwort meines Anstalts­kommandanten vom 7. Jänner, als die definitive befürwortende Kommandie­rung vom Kriegsministerium an uns kam und erlaube mir anzufragen ob das Heeresmuseum nicht selbst einen überflüssigen Schreiber hat der mich ablösen könnte, da mich mein jetziger Kommandant vorher nicht abgeben kann und schon am 7. Jänner wegen dieser Sache an das Kriegministerium geschrieben wurde. Mit vorzüglichster Hochachtung EGON SCHIELE 1918 Beilage Exh. No 297 R. K. An das k. u. k. Reichskriegsministerium, Abt. 2/ST., Wien Einj. Freiw. Korp. Egon Schiele ist laut Sichtungsbefund vom Mai 1917 beim Ldst. Bz. Kmdo. No 39 als invalid zum Landsturmdienste ohne Waffe geeignet klassifiziert worden. Um obengenannten Einj. Freiw. Korp. Egon Schiele ehestens abgeben zu können, erbitte ich als Ersatz einen Einj. Frei­willigen mit schöner Handschrift, der imstande ist, die Reinschriften der bei eigener Anstalt geführten Kalkulations- und Bestellbücher zu führen. — Nach Einlangen des Ersatzes wird Einj. Freiw. Korp. Egon Schiele sofort abgegeben werden. 7. Jänner 1918 k. u. k. Anstalts-Kommandant [Dr. Hans Rosé]

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