Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 26. (1973)

MIKOLETZKY, Lorenz: Vom Kaiserspital zum Klein-Mariazellerhof. 125 Jahre Hofkammerarchivgebäude

438 Lorenz Mikoletzky Unterkunft sub g) hätte so lange zu dauern, bis durch einen Neubau oder durch einen Aufbau an einer der Dikasterial Gebäude der erforderliche Raum zur Unterbringung der Dikasterial Gebäude Direktion gewonnen sein wird, weil itzt in keinem der Dikasterial Gebäude die erforderlichen Lokalitäten disponibel sind. Nach dem vorliegenden hierortigen Präsidial-Auftrage soll durch den darinn angedeuteten Neubau für die Unterkunft des Hofkammer Archivs in der Art gesorgt werden, daß das neue Lokale zur Aufnahme der Hofkammer Archivs- Akten allen dermahligen und künftigen Bestands zureichend wäre. Da durch den projektirten Neubau die sub c) und h) erwähnten Amtslokalitäten zerstört werden, welche wieder in dem Neubau gewonnen werden sollen, weil schon ein Akten-Depot der Posthofbuchhaltung und der übrige Theil der sieben- bürgischen Buchhaltung im Mariazellerhofe untergebracht sind; so ist für diese, nur während der Bauführung dislozirten Amtsabtheilungen ebenfalls durch den Neubau zu sorgen. Ferner ist in dem neuen Baue des St. Annagebäudes auch für die Schulbücher-Verschleiß-Administration zu sorgen, weil diese bis­her in dem zum Umbaue projektirten Trakte untergebracht war und nur auf die Dauer der Bauführung dislozirt wird. Die Schulbücher-Verschleiß-Admini- stration hat in diesem Trakte das ebenerdige, lte und 2te Geschoß, welche ihr auch im neuen Baue wieder einzuräumen sind, weil selbe dieser Räume nach erhaltener Überzeugung wirklich bedarf. Die Räume dieser 3 Geschoße im Trakte des St. Annagebäudes wurden deß- halb in die Vorausmaße gar nicht aufgenommen. Das Vorausmaß 5 weiset den Flächen- und den Kubikraum nach, welchen das Hofkammer Archiv im Hof­spitalsgebäude am Ballplatze itzt benützt; das Vorausmaß 6 weiset den Flächen- und den Kubick-Raum nach, welchen die Stellagen in den gegen-wärtigen Archivslokalitäten am Ballplatze einnehmen. Aus dem Vergleiche der Summen des Vorausmaßes 3 mit jenem des Vor­ausmaßes 5 ergibt sich, daß durch diesen projektirten Bau an Lokalitäten um 192 1/4Q Klafter Flächenraum, und um 229 1/2 Kubikklafter Kubikraum mehr erhalten wird, als das mehr erwähnte Archiv im Hofspitalsgebäude jetzt hat. Es frägt sich nun, wieviel Zugabe auf den bisherigen Flächen- und Kubikraum gerechnet werden soll, damit das neue Archivslokale zur Aufnahme der Hof­kammer Archivs Akten allen dermahligen und künftigen Bestands zureichend wäre. Es frägt sich ferner; ob die Zugabe an Flächen- und Kubik-Raum für die Lokalitäten oder für die Stellagen bestimmt werden soll? Nach meinem gehorsamsten Erachten ist die Bestimmung der Zugabe des Flächen- und des Kubikraumes für die Stellagen richtiger, weil sich dann die unterzubringende Anzahl der Faszikeln ziemlich genau berechnen läßt. Das Hofkammer Archiv hat nach dem Vorausmaße 6 in seinen gegenwärtigen Lo­kalitäten an Stellagen einen Flächenraum von beinahe 59 □ Klaftern und an Stellagen einen Körperraum von 118% Kubik-Klaftern. Laut des Vorausmaßes 4 würde im neuen Baue des Mariazellerhofes und in jenem im St. Annagebäude im 3. und 4. Stocke für Stellagen ein Flächenraum gewonnen werden von 125% □ Klaftern und ein Kubikraum von 216% Kubikklaftern. Von diesen Räu­men sind aber auch zu betheilen: die sub a) erwähnte Gefällenbuchhaltung für die entzogenen Aktendepots, die sub c) erwähnte Postbuchhaltung für den entzogenen Theil Aktendepots, die sub h) erwähnte siebenbürgische Buchhaltung für die entzogenen Lokalitäten des siebenbürgischen Departements. Für a) wird ein Flächenraum an Lokale gebraucht von 291/3D Klafter zu ebener Erde;

Next

/
Oldalképek
Tartalom