Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 20. (1967)
BLAAS, Richard: Die Archive im Bereich des Kulturgüterschutzes
578 Literaturberichte tiefung sowohl der Berufskenntnisse als auch der Allgemeinbildung, ist das 80 Jahr-Jubiläum der niederösterreichischen Volksbildung, welches von der Begründung des „allgemeinen niederösterreichischen Volksbildungsvereines“ in Krems im Jahre 1885 abgeleitet ist. — Die kleinen Beiträge befassen sich mit der „Restaurierung von Museumsobjekten durch das Bundesdenkmalamt“ (J. Zykan, S. 169—171), „Restaurierung von Gemälden des Museums“ (. K ü h n e 1, S. 172 f.) und „Erwerbungen des Museums der Stadt Krems“ (H. K ü h n e 1, S. 173 f.). Otto Friedrich Winter (Wien). Kurzrezensionen Buck Herbert (Bearb.), Zur Geschichte der Produktionskräfte und Produktionsverhältnisse in Preußen 1810—1933. Spezialinventar des Bestandes Preußisches Ministerium für Handel und Gewerbe, Bd. 1, 1. Teil. (Schriftenreihe des Deutschen Zentralarchivs Nr. 2) Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1966. 667 Seiten. Das Wesentliche, das über dieses Archivinventar zu sagen ist, wurde schon anläßlich der Besprechung des 2. Bandes gesagt (s. diese Zeitschrift 15. Bd./1962, S. 622 f.). Der zweite Band, der nach der Zielsetzung der Herausgeber als der wichtigste beurteilt wurde, erhielt bei der Publikation den Vorzug. Aber auch der vorliegende erste Teil des ersten Bandes, dem der zweite Teil bald folgen soll (ein dritter Band soll später veröffentlicht werden), enthält eine Fülle von Hinweisen auf Materialien zur Geschichte der Technik, Wirtschaft und zur Sozialgeschichte. Die Bestände reichen zum Teil bis in das Jahr 1934. Als besonders wesentliche Abschnitte möchte ich aus diesem Band hervorheben: V. Statistik, VIII. Sozial- und Siedlungspolitik, X. Staatliche Währungs- und Kreditpolitik, XI. Private Banken und Kreditanstalten. Die Besprechung des den Band abschließenden 2. Teiles wird Gelegenheit zu weiteren Bemerkungen zu diesem ausgezeichneten Spezialinventar bieten. Rudolf Neck (Wien). Gregor Helmut, Das Indienbild des Abendlandes (bis zum Ende des 13. Jahrhunderts). (Wiener Dissertationen aus dem Gebiet der Geschichte 4). Verlag des wissenschaftlichen Antiquariats H. Geyer. Wien 1964, 126 Seiten. Nach einleitenden Begriffsbestimmungen, vor allem nach geographischen Gesichtspunkten, werden die mittelalterlichen Vorstellungen über Indien in den mannigfachsten Erscheinungsformen dem Leser vor Augen geführt. Wesentliches wurde aus der Antike übernommen und den mittelalterlichen Anschauungen angepaßt. Unter den zahlreichen mittelalterlichen Quellen, die für die Untersuchung herangezogen wurden, befinden sich auch deutsche und österreichische. Das Hauptinteresse gilt dabei dem Alexanderzug. Neben der Historiographie wird auch die Naturwelt vor uns in ihrer bunten Fülle und mit aller Liebe zum Detail ausgebreitet. Dabei finden sich oft phantastische Angaben über die Bevölkerung und