Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 20. (1967)

BLAAS, Richard: Die Archive im Bereich des Kulturgüterschutzes

Rezensionen 569 im Haus-, Hof- und Staatsarchiv ein eigenhändiges Schriftstück und in der Autographensammlung der Nationalbibliothek zwei eigenhändige und drei mit eigenhändigen Korrekturen und Ergänzungen versehene Stücke befinden, und berichtet über die Schicksale anderer Napoleonkorrespon­denzen, die früher in Österreich verwahrt wurden. — Archivwesen: Einen Überblick über „Das britische Archivwesen“, gegliedert in „Archivalien der Zentralregierung (einschließlich der Gerichtshöfe)“, „Archivalien der Unterbehörden und Ortschaften“, „Archivalien öffentlicher, aber nicht staatlicher Einrichtungen“ (Eisenbahnen, Universitäten, Schulen, öffent­liche Anstalten u. a.), „Wirtschaftsarchivalien“, „Kirchenarchivalien“, „Privatarchivalien“, vermittelt R. Somerville (S. 155—165). — Über „Jüdisches Archivwesen nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland, Frank­reich und Holland“ referiert B. Br ill ing (S. 166—175). — Archiv­wissenschaft: In dem Beitrag „Archive und Dokumentation“ (S. 176—183) nimmt G. Richter zu der das gleiche Thema behandelnden Arbeit von F. Z i m m e r m a n n im 62. Band (s. o.) Stellung; er schlägt ein modifi­ziertes Schema für die Einordnung des Archivgutes und der Archivtätig­keit in den Dokumentationsbegriff und den Dokumentationsvorgang vor. — Nachrufe: Wilhelm Classen (1903—1965, Referent für Archivwesen in Nordrhein-Westfalen; von H. D a h m). — Hellmut Kretzschmar (1893—1965, Direktor des sächsischen Hauptstaatsarchivs, Universitäts­professor, von H. Gringmuth-Dallmer). Der Besprechungsteil umfaßt die Seiten 207—278 (hier anzuführen ist auch der Beitrag von R. Schatz über das Werk von T. R. Schellen­berg „The Management of Archives“, eine Anleitung für amerikani­sche Archivare für das Ordnen und Erschließen von Akten, nichtstaat­lichem Schriftgut, Karten und Bildern). Den Abschluß des Bandes bilden die Rubriken „Zeitschriftenbericht“ (S. 279—309) und „Neuerscheinun­gen“ (von E. Kunért, S. 310—325). Otto Friedrich Winter (Wien). Bausteine zur Geschichte Österreichs. Österreichische Akademie der Wissen­schaften, phil. hist. Klasse, Historische Kommission, Archiv für österrei­chische Geschichte, 125. Band (Heinrich Benedikt zum 80. Geburtstag am 30. Dezember 1966). Hermann Böhlaus Nachf. Graz—Wien—Köln 1966. 342 Seiten. Freunde und Schüler Heinrich Benedikts haben zu dieser gehaltvollen Festschrift beigetragen. Ihre Zahl hätte noch vermehrt werden können, wenn die sehr kurze Frist zwischen Planung und Ablieferung hätte ver­längert werden können (S. 9). So haben sich fast ausschließlich Wiener zusammengefunden, zu denen man auch die heute in Köln und Berlin tätigen Historiker Wandruszka und Stourzh zählen kann. Der einzige Ver­treter des „Auslands“ ist Hans Kramer aus Innsbruck. Außer diesen drei Genannten sind die übrigen sechzehn Beiträger Professoren, Dozenten und Assistenten des Wiener Historischen Instituts und des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, die dem allseits beliebten Jubilar als Forscher und Lehrer die verdiente Anerkennung zollten. Zwei Beiträge sind aus den Arbeiten zum Babenbergischen Urkunden­buch hervorgegangen. Heinrich Fichtenau behandelt in „Akkon,

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