Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18. (1964/65)
PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780
Österreich 659 602 1762 September 28, Wien. Johann Georg Spenckuch, Hofobertapezierer, fragt an, ob für die der neuen Obersthofmeisterin der Erzherzogin Maria Anna, einer verwitweten Gräfin von Salmour, geborene Gräfin von Lubinska einzurichtenden Wohnräume: 3 Zimmer ausspaliert, ein Pavillon-Bett, Sesseln, Polster, Sofa, Vorhänge etc. angesohafft, bzw. angefertigt werden sollen. Res.: Die Einrichtung ist zu verferttigen. f. 976 v — 977 v. 603 1762 Oktober 2U, Wien. Neue Instruktionen für den Hofbauamts- bzw. Oberhofarchitekten (Nicolaus) Baccassi in Hofbausachen. f. 1000 v, 1001 r. 604 1762 Oktober 25, Wien. Joseph Spenkuch, Tapezierergeselle, wird ab 26. September 1762 zum Hilfstapezierergehilfen unter Beibehaltung des bisherigen Gesellentaglohns von 27 Kreuzer ernannt. f. 1006 r v. 605 1762 Dezember 1U, Wien. Das Hofbauamt bittet um 40 Klafter Tannenholz zum Heizen für das Austrocknen der im Schloß Schönbrunn neu errichteten Zimmer und Garderoben, sowie zum Gipsbrennen. Res.: Placet. f. 1055 v —1056 r. 606 1762 Dezember Ht, Wien. Das Hofbauamt fragt an, ob dem Ferdinand Keller, früher in gräfl. Daun- schen Diensten, jetzt Gärtner in Laxenburg, die bisherigen 3 Klafter Tannen- Brennholz für seinen Gesellen und das Treibhaus angewiesen werden können. Res.: Placet. f. 1055 v, 1056 r. Bewilligung vom 16. Dezember 1762. f. 1064 rv. 607 1762 Dezember 16, Wien. Das Hofbauamt erhält zum Austrocknen der im Schloß Schönbrunn „zu ebener Erde gegen den Gartten auch in dasigen Dames Gang zu verfertti- genden Zimmeren und Quardaroben“ und für Gipsbrennen die angesuchten 40 Klafter Tannenholz bewilligt. f. 1063 v, 1064 r. 28. Hofparteienprotokoll 1763. 608 1763 Jänner, 9, Wien. Dem Gärtner im Schloß Belvedere (Joseph Fellner) werden für die Orangerie und die Treibhäuser heuer zusätzlich 12 Klafter Tannen-Brennholz bewilligt. f. 10 v. 609 1763 Jänner llf, Wien. Das Hofbauamt bittet um weitere 70 Klafter Brennholz zum Heizen in den neuhergestellten Zimmern im Schloß Schönbrunn, wo die Stukkateure, Maler, Tischler und Anstreicher arbeiten, und im „Entresaal“, wo neue Gewölbe hergestellt werden müssen. Res.: nur andere 40 Klaffter. f. 19 v — 20 v. Bewilligung von 40 Klafter Brennholz für Schönbrunn vom 15. Jänner 1763. f. 22 r, v. 610 1763 Februar H, Wien. Das Hofbauamt bittet neuerlich um wenigstens 60 Klafter Tannenscheiter Brennholz zum Austrocknen der Bauten in Schönbrunn und St. Veit in Wien. Res.: 30 Klaffter mehr nicht zu passiren. f. 64 v— 65 v. 42*