Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 17/18. (1964/65)

Elfte Fachkonferenz der leitenden österreichischen Archivare am 9. und 10. Juni 1964 in Wien

Österreich 561 fort zum nächsten Punkt der Tagesordnung über. Ihre Ergebnisse werden daher unter Punkt 3 wiedergegeben. 3. Über die Benützungsgrenzen in den verschiedenen Archiven und ihre Vereinheitlichung (Referent: Generaldirektor Dr. Gebhard Rath) konnte trotz der Anregung des Referenten, die Konferenz möge sich über eine Empfehlung einigen, die für die Einführung einer einheit­lichen Benützungsgrenze (1918) in den österreichischen Archiven ein- tritt, keine Einigung erzielt werden. 4. Die bei den Archiv-Umbauten und Neubauten in Österreich gewonne­nen Erfahrungen wurden ausgetauscht (Referent: Archivdirektor Dr. Max Kratoch will). 5. Bei der Erörterung der Probleme und Möglichkeiten von Mikrographie oder Xerographie (Referent: Staatsarchivar 1. Kl. Dr. Richard B 1 a a s, Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs) standen Wert- und Durch­führbarkeit der Sicherungsverfilmung im Mittelpunkt der Debatte. 6. Nach der ausführlichen Erörterung der Ausbildung der Archivare einigte sich die Konferenz, an der einheitlichen Ausbildung sämtlicher österreichischen Archivare des höheren wissenschaftlichen Dienstes am Institut für österreichische Geschichtsforschung auch in Zukunft unbedingt festzuhalten, da sie die beste Gewähr für eine hervorragende fachliche Ausbildung bietet. 7. Beim Erfahrungsaustausch über Archivverwaltung (Referent: Ober­staatsarchivar Univ.-Prof. Dr. Walter Goldinger, Leiter des All­gemeinen Verwaltungsarchivs) hielt man allgemein eine einheitliche Ausbildung der B-, aber auch der C-Beamten wenigstens in den Grund­prinzipien für den Archivdienst für wichtig und anstrebenswert. 8. Über die wissenschaftlichen Publikationen der österreichischen Archive (Referent: Generaldirektor Dr. Gebhard Rath) und die weitere Pla­nung wurde berichtet. 9. Bei der Erörterung des Themas Archive und Zivilschutz (Referent: Oberstaatsarchivar Univ.-Prof. Dr. Walter Goldinger) wurde beschlossen, eine Kommission mit der Ausarbeitung einer Empfehlung an die Bundesregierung zu betrauen, die ersucht werden soll, für die Aufnahme der Sicherheitsverfilmung in das Zivilschutzgesetz zu sorgen. 10. Die Aufgaben und Ziele der Vereinigung kirchlicher Archivare und deren bisherigen Leistungen (Referent: Doz. DDr. Floridus R ö h r i g, Direktor des Stiftsarchivs Klosterneuburg) wurden mit Interesse zur Kenntnis genommen. 11. Das Programm des sechsten österreichischen Archivtages am H. Sep­tember 196b im St. Pölten wurde festgelegt. 12. Abschließend wurde ein Komitee mit der Vorbereitung der Gründung eines Archivarverbandes betraut, dem die A- und B-Beamten der öster­reichischen Archive angehören sollen. Mitteilungen, Band 17/18 36

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