Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 16. (1963)

PILLICH, Walter: Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

Kunstregesten a. d. Hofparteienprotokollen d. Oberhofmeisteramtes 1636-1780 499 an zum kaiserl. Schatzmeister mit jährl. 400 Gulden Besoldung und wöchent­lich 6 Gulden Kostgeld aufgenommen. Der Hofkontrollor hat hierüber die Verordnung und für die Erben Hellings die Abrechnung auszufertigen. f. 509 v — 510 r. 16. Hofparteienprotokoll 1739—1740. 459 1739 Oktober 7, Wien. Bewerber um die Stelle des kaiserl. zweiten Untertapezierers nach dem ver­storbenen Johann Partmann ist Johann Peter Tratter, kaiserl. Tapezierer­gehilfe; diente 36 Jahre hier und in Spanien, sowie auf Reisen. Bewerber um die Stelle des kaiserl. Tapezierergehilfen ist Joseph Klim­pert, seit 17 Jahren im Dienste des kaiserl. Obertapezierers Weißkampf und diente bei den kaiserl. Reisen 1723 nach Prag, 1728 in Innerösterreich und 1732 nach Karlsbad. Das Obersthofmeisteramt meint hiezu, daß früher beim kaiserl. Hofstaat überhaupt nur ein Unter-Tapezierer war. Es wird für Trattner in Berücksichtigung seiner spanischen Dienste wenigstens eine Kostgeldzulage von täglich 15 Kreuzern zu seinen tägl. 45 Kreuzern und für Klimpert eine jährliche Besoldung von 100 Gulden und täglich 45 Kreuzer Kostgeld vorgeschlagen. Res.: Tratter soll zum Untertapezierer mit gewöhnlicher Besoldung und Kostgeld und Klimpert zum Tapezierer­gehilfen mit 100 Gulden Besoldung und 30 Kreuzer Kostgeld ernannt werden. f. 131 r — 134 r. 460 1739 Dezember 16, Wien. Bartholomaeo Poli wurde unter der Aufsicht des kaiserl. Theatral-Dis- segnatore Bertoli zum kaiserl. Theater-Malerei-Scholar bestellt, kam zur Ausbildung nach Rom und hat dem Kaiser Proben seines Könnens und seiner Fähigkeiten vorgelegt. Nach seiner Rückkehr von Rom bittet er, weil mit der Malerei hier nicht viel zu verdienen sei, um den Titel eines kaiserl. Theatermalers. Der kaiserl. Musikdirektor, Graf von Lamberg, hält P. hiefür geeignet, doch wolle P. auch Besoldungserhöhung. Res.: „Den Titel zu geben, aber es bey der Scholaren Besoldung zu lassen, bis sich eine andere offen giebet.“ f. 143 r — 144 v. 461 17bO Jänner 29, Wien. Peter Tratter wird vom Tag der Eidesablegung mit jährl. 150 Gulden Be­soldung und täglich 1 Gulden Kostgeld als kaiserl. Untertapezierer auf­genommen. Der Hofkontrollor hat hierüber die Verordnung auszufertigen. f. 174 r. 462 17b0 Jänner 29, Wien. Joseph Klimpert wird vom Tag der Eidesablegung mit jährl. 100 Gulden Besoldung und täglich 30 Kreuzer Kostgeld zum kaiserl. Tapezierergehilfen aufgenommen. Der Hofkontrollor hat hierüber die Verordnung auszuferti­gen. f. 174 v. 463 17bO März 10, Wien. Ehrendekret für Bartholomeo Poli, zum kaiserl. Theatral-Maler. f. 193 r v. 464 17bO März 10, Wien. Barbara Könischbauer, mittellose Witwe nach dem kaiserl. Kammergold­schmied und Schatzkammeradjunkt Johann Könischbauer, bittet nach dem im Vorjahr erfolgten Tod ihres Mannes um Pension. Das Oberstkämmerer­32*

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