Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 13. (1960)

PILLICH, Walter. Kunstregesten aus den Hofparteienprotokollen des Obersthofmeisteramtes von 1637–1780

Rezensionen 601 tung auch in der Steiermark, die durch die Lechfeldschlacht am 10. August 955 neuen Auftrieb erfuhr, und auf die speziellen Voraussetzungen im Raum der Diözese Passau (Lauriacum-Laurentius) hin. 0. P i c k 1 behan­delt „Die Herrschaften Klamm und Reichenau“ (S. 253—272); es gelingt ihm, die Familiengleichheit der Stuppach-Klamm-Schneeberger zu ermitteln und einen Stammbaum dieser Ministerialen der Grafen von Formbach-Püt- ten herzustellen, die als Begründer und Besitzer der genannten Herrschaf­ten bis zum Ende des 14. Jahrhunderts, aber auch als Inhaber von Besitzungen im Mürztal nachgewiesen werden. O. Lampreeht unter­sucht den „mittelalterlichen Besitz des Erzbistums Salzburg in Hautzen­dorf. (Zur Grundherrschaftsgeschichte des südwestlichen Grazer Feldes“, S. 273—280). H. Pirchegger („Kaiser Friedrich II. und Hartnid von Pettau“, Seite 281/282) weist auf zwei Kaiserurkunden hin, die für diesen steirischen Adeligen — als einzigen während des Hochmittelalters — aus­gestellt wurden. 0. Wonisch („Wer war Gundaker von Judenburg?“, Seite 287—291) stellt die Identifizierung dieses steirischen Dichters mit einem „Gundakerus Phuntan miles“ des St. Lambrechter Totenbuches zur Diskussion. J. K. H o m m a („Die steirischen Bergsiedlungen in der Herr­schaft Güssing“, Seite 327—334) schildert die Streitigkeiten um die von den steirischen Herrschaften Burgau, Neudau und Wörth östlich der Laf- nitz — also eigentlich auf ungarischem Gebiet — gegründeten Rodungsorte vom 14. bis ins 19. Jahrhundert. F. Pichler verfolgt in seinem Aufsatz „Vom Kälbernen Viertel zum Städtischen Schlacht- und Viehhof“ (S. 189—219) die Geschicke der Ein­richtungen zur Fleischversorgung der Stadt Graz vom Beginn des 17. Jahr­hunderts bis zur Gegenwart. K. Amon, „Die Reformationszeit im Markte Aussee“ (S. 303—326), gibt eine objektive, von reichem Quellenmaterial gestützte Darstellung der religiösen Entwicklung bis zur erzwungenen Rückkehr zum katholischen Bekenntnis im Jahre 1599. G. Probszt liefert in der Abhandlung „Geld und Münze im steiri­schen Wortschatz“ (Seite 81—93) einen gehaltvollen Beitrag, der, ausge­hend von der Münzkunde, reiches kulturgeschichtliches und volkskundliches Material vor dem Leser ausbreitet. Die Sphragistik ist durch G. Pfer- s c h y, „Das alte Siegel der Stadt Graz“ (Seite 157—162), dessen Ent­stehung er in der Zeit Ottokars ca. 1260 vermutet, vertreten, die Heraldik durch J. K r a ß 1 e r, „Die Bezeichnung der Wappenfarben in den Siegeln des 13. Jahrhunderts“ (Seite 283—285). H. Wiessner berichtet über einen Versuch einer Errichtung der juridischen und medizinischen Fakultät an der Grazer Universität in den Jahren 1720 bis 1723 („Zur Geschichte der Grazer Universität“, Seite 175—178), H. Wagner zeichnet ein Bild der Stadt Graz und ihrer Be­wohner in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach den Tagebüchern des Grafen Karl von Zinzendorf („Karl von Zinzendorf in Graz“, Seite 179—188), A. Posch handelt unter dem Titel „K. k. Stadtpfarrer und Jakobiner“ (Seite 335—341) über Peter Thomas Basulko, Pfarrer von Hartberg 1789—1799. H. Federhofer gibt eine Biographie des Grazer Komponisten und Musikpädagogen Adolf Doppler (1850—1906) („Adolf

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