Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 11. (1958)
CORETH, Anna: Das Schicksal des k. k. Kabinettsarchivs seit 1945
LITERATURBERICHTE REZENSIONEN Allgemeine und politische Geschichte. Unvergängliches Österreich, Ein Gang durch die Geschichte von der Urzeit bis zur Gegenwart, gestaltet von Dr. Karl Z i a k, herausgegeben in Gemeinschaftsarbeit von Europa-Verlag, Forum-Verlag, Verlag für Jugend und Volk, alle Wien (1958), 484 Seiten. Dieses unter Mitarbeit namhafter Fachgelehrter herausgegebene Hausbuch österreichischer Geschichte ist kein Buch für den Fachhistoriker, sondern will, wie es in dem vom Bundespräsidenten dem Werke gewidmeten Vorwort heißt, „die Jahrtausende alte Geschichte unseres Landes zusammenfassen und die Entwicklung seines Volkes einem größeren Kreis eröffnen und durch eine Fülle von Bildern auch veranschaulichen“. In diesem Sinne muß das Erscheinen dieses Buches begrüßt werden, das von den genannten Verlagen wirklich großartig ausgestattet und hervorragend betreut wurde. Die Beiträge der verschiedenen Fachgelehrten, die die innere Gestaltung des Werkes übernommen haben, haben es zu einem leicht verständlichen und ansprechenden Wegweiser durch die Geschichte unserer Heimat werden lassen. Die Beiträge sind, da sie zumeist größere Geschichtsepochen in wenigen Seiten behandeln, bewußt in einfacher, leicht verständlicher Form dargeboten und es wäre hier fehl am Platze, fachliche Kritik anzubringen, da sie ja nicht für den Historiker, sondern für das breite Publikum abgefaßt sind, in dem der geschichtliche Sinn für das Werden und die Schönheiten unseres Landes geweckt werden soll. Die Namen der Mitarbeiter bürgen für die sachliche Behandlung des Stoffes und daß dieser je nach dem Standpunkt des Verfassers der betreffenden Abschnitte dargeboten wird, ist bei einem solchen Sammelwerk von vornherein klar. Die Urgeschichte behandelt der Beitrag von Univ.-Prof. Pittioni, an den der von Univ.-Prof. Swoboda bearbeitete Abschnitt anschließt, der durch das Österreich der Kömerzeit zu den ersten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontakten unseres Landes mit dem Weltreich der Antike hinführt. Der Sturm der Völkerwanderung, der gerade Österreich, ein Durchzugsland von Ost nach West und Nord nach Süd, in seiner ganzen Vehemenz traf, verschüttete die römischen Lebensformen und bildete das Antlitz des Landes neu in jenem Zeitraum „Zwischen Antike und Mittelalter“, der von Univ.-Dozent Dr. Mitscha-Märheim gestaltet ist. Wie dieses neue Profil und die Grundlagen der sich bildenden Eigenstaatlichkeit aussehen, vermittelt äußerst anschaulich Univ.-Prof. Dr. Karl Lechner in seiner