Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 7. (1954) – Festgabe zur Hundertjahrfeier des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung

WEINZIERL-FISCHER, Erika: Die Bekämpfung der Hungersnot in Böhmen 1770–1772 durch Maria Theresia und Joseph II.

514 Erika Weinzierl-Fischer und die gute Ernte gab ihr die endgültige Wendung zum Besseren255 *). Dies trotz des großen Elends und der in vielen Verwaltungsstellen zweifellos vorhandenen Unfähigkeit und gegen den „gewöhnlichen Schlendrian“ 25e) doch erreicht zu haben, ist vor allem das Verdienst Josephs II. und Maria Theresias. Der Sohn, der auch persönliche Anstrengungen und Opfer auf sich nahm 257), um seinen notleidenden Untertanen zu helfen, war die unermüdlich treibende Kraft und wies der Mutter den Weg. Sie aber führte in diesem Fall 258) seine Vorschläge ohne Zögern aus, so weit es in ihrer Macht lag und nach den Kräften des Staates möglich war. 255) Pelzei, a. a. O., S. 623. 25«) Siehe oben S. 511. 257) Siehe oben S. 496, 499 ff., 511. 25S) Vgl. dazu u. a. Th. G. von Karajan, Maria Theresia und Joseph II. während der Mitregentschaft, Wien 1862, Paul von Mitrofanov, Josef II., Wien­Leipzig 1910, S. 94 ff., Viktor Bibi, Kaiser Josef II., Wien-Leipzig 1943, S. 52 if., und Walter, Männer um Maria Theresia, S. 239 ff., bei denen die starken Schat­tenseiten und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Mutter und Sohn zur Sprache kommen.

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