Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 7. (1954) – Festgabe zur Hundertjahrfeier des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung

SANTIFALLER, Bertha – SANTIFALLER, Leo: Urkundenregesten der Archive Ladiniens bis zum Jahre 1500

Urkundenregesten der Archive Ladiniens bis zum Jahre 1500 411 in Ennebergs vor und hat nach Anhören der Parteien folgendes Urteil gefällt: „ich hab auch darauf nach inhalt der vrthail vnd der Commission mit denen von Gampill von stunden auf grundt vnd poden verschafften die von Pescall bei nucz vnd gevvär zubeliben lassen vnnd in ihrn recht khain eingriff zuthuen. Weiter darf dem vnd die vrthail vnd auch die commission auch inhalt der pfand- tung halb, so die von Campill der Pescall pürgen genomen souer die vorhanden sindt dem pürgen von stundan wider zu antworthen, wo aber nit vorhanden wären, dieselben zu beteuern vnd wie die be­teuert werden daselb dennen von Pescall in vierzöchen tagen zu- bezallen darauf ich dem pürgen der von Pescall zuesprach Vermei­dung vnd anzaig zu tliuen was oder wieuil der pfant wären darauf sy anzaigten vnd melten es wärn in genomen siben melch khue, ainen järigen stier, ain khalbl von drei jam, ain khalbel von ainem jar, drei khelber jedes von anderthalben jar, ain schupfen hey; auf solliche anzaig vnd meldung der berirten pfantung die nicht ver­banden wären, hab ich mit mein erforderten dieselben beteuert nemblichen vmb fünfunduierzig gulden reinisch vnd drey pfundt perner hab darauf aber mit den von Campill verschaffen innhalt der comission vnd der vrthaill die pirgen, der in vierzechen tag zube- zallen vnd ist yhn ain khue vmb vier gulden, der stier vmb zween gulden, die khalbel von drej jarn vmb drei gulden, ain khalbel aines jars alt vmb acht pfunt die drei khelber vmb fünf gulden das hey vnnb sex gulden vnd was daselben sty (hey) noch in der schupfen ist das soll den von Campill zuesten vnd sy sollen damit die schupfen dem des sy ist in vierzechen tagen raumen vnd mit dem so sollen die von Campill vmb die schaden der pfandtung halb den von Pescall zugében nicht schuldig sein, henentgegen sollen die von Pescall iren pürgen für die schaden so sy den pürschafft halb ver- mainten genomen haben auch noch schuldig sein sollen zugeben, darvmb das in das vieli vnd hey dester höcher beteuert ist, Konven­tionalstrafe 100 Dukaten. — Zeugen: Matrthin Garstaller, Pauls Wid- ner, Michael Peseyer, Niclauss Pall, Hannss Frey alle im Gericht Kastelrut gesessen. — Siegler: Berchtold von Laffay. — Abschrift auf Papier aus dem 18. Jahrhundert. Am Schluß steht: Collationiert ist dise copj gegen irerri gleichlautenden autentischen original, durch mich Friderichen Schmeling den jungen o.ö. regiments secretari. — Regest: Archiv-Berichte 3 n. 1607, Richter-Santifaller Bertha, Rege­sten zur Geschichte der Herren von Lafay. Mitteil, des oesterreichi- schen Staatsarchivs 3 (1950), Leo Santifaller Festschrift S. 26 n. 68. — Vgl. über Lafay Tarneller n. 1003. — Richter-Santifaller, Ladinien S. 11, 35, 123, 136. IV. WENGEN Kirchenarchiv 24. (1) 1382 November 1 (do man zalt nach Christes gepurt ergangen warn dreutzehen hundert iar vnd darnach in dem zwain vnd achtzegisten o iare, an aller hailigen tage). Chunrat der Pab Pfarrer in Enneberg

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