Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 6. (1953)

GUTKAS, Karl: Ein niederösterreichisches Herrschaftsurbar aus dem 14. Jahrhundert

40 Karl Gutkas von der Neumühle in Ochsenburg an das Kloster St. Pölten zu entrichten sind, pünktlich zu bezahlen. 3. 1456, November 1, St. Pölten. Anna, die Tochter Jörg des Krayers und Witwe Thoman des Mitterkirch- ner, gibt dem Kloster St. Pölten eine Wiese am Heuberg bei Ochsenburg, die dem Schloß Ochsenburg dienstbar ist. 4. 1466, Oktober 7. Jörg Harder, der die Neumühle in Ochsenburg von seiner Frau Barbara, Tochter des Leonhard Meylauer, erhalten hat, verpflichtet sich, die vorge­schriebenen Zinse an das Kloster St. Pölten zu leisten. 5. 1467. April 3. Anna, die Witwe des Friedrich Zaisler von Wörth (am Werd), verkauft die ihr gehörige halbe Mühle in Wörth in der Steinfelder Pfarre, die dem Schloß Ochsenburg dienstbar ist, an Thoman des Weismanns Tochter. 6. 1496, August 24. Paul Rafolezperger, den man nennet den Pranberger, verkauft mit Zustim­mung des Propstes von St. Pölten die Neumühle in Ochsenburg an Peter dem Neumüllner. 7. 1530, Feber 10. Propst Johann von St. Pölten verkauft dem Veit Lasperger das Schloß Ochsenburg mit allen Gütern und Rechten „nach laut und Inhalt aines ver- sigelten pergamenen urbar puchs, darin alles klarlicher antzaigt und von stuckch zu stuckch verfast und beschriben worden.“ 8. 1533, April 18. Michel Hochstötter von Drogench in Krain verkauft das halbe Schloß Ochsenburg, das ihm durch seine Gattin, eine Schwester der Frau des Veit Landsperger zugefallen war, an Hans Lansperger, den Bruder des Veit. 9. 1537, Juli 14. Johann Perlasreuter, Propst zu St. Pölten, verkauft an Hans Lansperger die Nikolauskapelle in Ochsenburg samt ihrer Zugehörung, die seinerzeit beim Verkauf des Schlosses ausgenommen worden war, „nachdem sich in disen sweren Zeiten khain priester darauf weitter ernenn und enthalten mag“. 10. 1534, Feber 27. Georg Mamminger zu Kirchberg an der Pielach verkauft für sein Mündel Christoph Landsperger, Sohn des Veit, die diesem von seinem Vater zu­gefallene halbe Feste Ochsenburg an Hans Landsperger. 11. 1537, Juli 14. Hans Landsperger auf Ochsenburg tauscht mit dem Kloster St. Pölten Güter in St. Georgen am Steinfeld. 12. 1518, Juni 27. Fischereiordnung auf der Traisen zwischen Donau und Ochsenburg. 13. 1571, April 24. Propst Georg von St. Pölten überläßt dem Michael Hacker zu Hart sein Fischwasser an der Traisen bei Ochsenburg. 14. 1599, September 24. Die vom Landmarschall Sigmund von Lamberg bestellte Kommission über­gibt das durch den Tod des Sebastian Lasperger ledig gewordene Gut Ochsenburg an Leonhard und Hans Georg von Lasperg auf Franzhausen.

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