Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 5. (1952)

REGELE, Oskar: Das ungarische Kriegsarchiv

Ungarn 409 das Honvédoberkommando. Sehriften-Entlehnung ist unstatthaft. Benützer kann jeder vertrauenswürdige Staatsbürger sein. Das Kriegsarchiv befindet sich in Budapest in der Burg (I., Bécsikaputér 3—4), es steht für Forscher täglich von 8 bis 14 Uhr offen, in der Personalaktenabteilung ist Parteien­verkehr von 12 bis 14 Uhr. Die Bestände des Archivs sind folgenderart gegliedert: A. Für die Jahre 1914—1918 die höchsten Kommandos, Armee-, Armeegruppen-, Korps-, Divisions- und Brigadekommando3, Truppenkörper, Hinterland, Marine, Verbündete, Studien, Tagebücher, Sterbeanzeigen; alles die ge­samte österreichisch-ungarische Wehrmacht betreffend. — B. Epoche 1528 bis 1914 (1919): Feldakten 1528—1789, Kommandos 1740—1914, Garde 1760—1850, Insurrektion 1797—1809, Feldzug 1848/49, Justizwesen 1772 bis 1871 und 1848/49, Honvédoberkommando 1869—1919, Honvédmini- sterium 1868—1918. —- C. Epoche nach 1918: Waffenstillstand, Friedens­vertrag, Gefangene, Wehrpolitik, neue Armee, Nachfolgestaaten usw. -—■ D. Karten-Sammlung mit 50.000 Blättern, darunter L a z i u s „Marcha Orientalis“ (1561) und Apianus „Chorographia Bavariae“ (1568). — E. Bildersammlung mit 100.000 Bildern, Negativen, Filmen, hauptsächlich für die Jahre 1914/18. — F. Archivbibliothek, gegründet 1923, mit 4103 (31. 12. 1940) Bänden. — G. Zentralbibliothek mit 42.310 Bänden (bis 31. 12. 1940). — H. Beförderungsakten und über 900.000 Auszeichnungs­akten, ferner Kriegsgliederungen, Kriegslagen, Verluste. — Sehr namhafte Bestände des Archivs sind bisher noch nicht aufgestellt.

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