Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 4. (1951)
ACHT, Peter: Ein Registerbuch des Bischofs Nikolaus von Regensburg (1313–1340)
Ein Registerbuch des Bischofs Nikolaus von Regensburg (1313—1340) 105 Konzepte vorhanden waren. Sie stehen sämtlich auf späteren Blättern und verteilen sich in zeitlicher Reihenfolge auf die Fol. 84'—85', 62', 93', 41—42', 13—13', 16 und 18—19'. Chronologischer Eintrag läßt sich nur in verhältnismäßig wenigen Fällen beobachten, und wenn, dann meist nur für zwei oder drei Urkunden, so auf Fol. 12 für zwei Einträge zu 1320 Juli 3 und Juli 13. Der folgende Eintrag stammt bereits von 1321 Mai 27. Zwischen ihm und den beiden vorhergehenden liegen 19 andere Urkunden, die ebenfalls erst auf späteren Blättern eingetragen sind ]) und deren Buchungen sich auf 6 verschiedene Lagen verteilen. Ähnlich ist es mit den Eintragungen aus den Jahren 1322—1324, die sogar auf 8 Lagen erfolgen. Dem Registrator standen also bereits bei der Anlage seiner Hs. nahezu sämtliche Lagen zur Verfügung, was auch durch die gleichmäßige Anordnung der Spalteneinteilung bestätigt wird. Auf der linken Spalte von Fol. 12' schließt sich eine Urkunde von 1321 Juli 15 an, auf die das bereits erwähnte Formular folgt, das die rechte Hälfte der Seite nur knapp bis zur Mitte ausfüllt. Fol. 13—13' enthalten einen Gruppeneintrag dreier Urkunden des Bischofs über die Ernennung des Kanonikers Heinrich von Au zum Prokurator in Rom von 1320 Mai 21. Darauf folgen ein Nachtrag aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts über die Rechte des Regensburger Bischofs an den Pfarren Wieselburg und Steinakirchen und Urkunden aus den Jahren 1326 September 22, 1326 Februar 8 für Kloster Mondsee, 1326 August 10 für einen Regensburger Bürger * 2) und ein undatierter Brief des Erzbischofs Friedrich von Salzburg an Johann XXII. zugunsten des Regensburger Domkapitels 3). Auf Fol. 15 sind zwei zeitlich dicht aufeinanderfolgende Urkunden des Bischofs für Kloster Ebersberg und den Regensburger Bürger Heimo von 1320 Oktober 1 und Oktober 5 eingetragen 4). Auf der Rückseite des Blattes erfolgt ein Sprung bis zum Jahre 1327 Januar 8; eine Kardinalsliste aus dem Jahre 1331 schließt sich an. Mit der nächsten Buchung für die Regensburger Juden zu 1320 Mai 25 5) wird der zeitliche Anschluß zu den drei auf Fol. 13 eingetragenen Urkunden von 1320 Mai 21 hergestellt. *) Fol. 15, 101', 20—20', 17, 34', 50'—51, 34', 23, 23—23', 30—30', 24—24', 38—40, 34'—35, 101', 35'. 2) MB., Bd. 53, Nr. 507. 3) Salzburger Regesten, Bd. 3, Nr. 194. 4) Regesta Boica, Bd. 6, 19, und MB., Bd. 53, Nr. 389. 6) MB., Bd. 53, Nr. 384.