Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

Az 1809 évi utáni napló

Theil der Courtinen, starke Ladung der Minen im Anfange, da aber 2 Häuser Schrikke bekommen und ein Mineur­Officier verschüttet worden, haben sie schwächer geladen. Wiener böß darüber, böß über Carl, daß er nicht von der Bat­t[aille] von Aspern profitirt, um sie zu befreyen. Drohen ihn schlecht zu empfangen, nicht gut zu sprechen über die Insurrec­tion, daß sie ihnen nicht bey Zeiten zu Hülfe gekommen. Am schlechtesten aber über den Erzherzog Max. der darf sich dort gar nicht blicken lassen, Wiener Spaaß wie sie ihn im Schutte suchen. Artikel in der Wiener-Zeitung über die Ursachen des Ver­falls unserer Monarchie, welcher auf Begehren des Gr. Wrbna unterdrückt wurde, nachdem bereits 200 Exemplarien davon vertheilt worden. Sehr treffend. Nicht der Kaiser, nicht ein schlecht bestelltes fremdes Militair, nicht Sittenlosigkeit, nicht schlechte Justitz sind deren Ursache, aber daß man jeden herge­loffenen Fremden anhört und ihm glaubt, und annimmt, wenn er nur wieder Frankreich schimpft, daß man tüchtige Innländer nicht anstellt, daß die Verwaltung schlecht und der Kaiser zu wenig auf sich selbst vertrauend denen Rathschlägen schlechter und interressirter Menschen folgt. Gberverpflegs-Verwalter meldet, Aufliegen zu befürchten in der Brod-Erzeugung und Haber-Beyschaffung. Wegen 1-terer Abgang an Bäcker, wo viele krank. Wird von dem General-Com­mando um Passirung an Wein und Mehl für die Bäcker gebethen und bewilliget, 1 dann die Bäcker von Kiss-Czell und Papa hieher gezogen. Wegen letzterem hat das hung[arische] Gen[eral]­Commando auf ein nach Adony kommendes Haberschiff ver­wiesen, zugl[eich] aber erklärt, daß sie von Ofen aus nichts mehr schicken können. Vorstellung des Ins[urrections]-Gen[eral]­Commando hierwegen an das Hung[arische], worinn selbem Fahrläßigkeit und schlechte Anstalten zur Last gelegt werden, wird mir von Gunsberg zur Einsicht beygelegt. Lasse es moderi­ren. Vorstellung von Gunsberg an mich, worinn er über alle Verpflegs-Anstalten klagt und erklärt, daß wenn es so fort­gehet, so sey es um die Monarchie geschehen. Wenn ich diese Vorstellung übelnähme, so bliebe ihnen nichts anderes übrig, als sich das Leben zu nehmen. 2 Ad acta. Handbillet. S[eine] M[ajestät] haben nomine Anzeige wegen Mitwirkung der Civil-Ärtzte in den Militairspitälern zur Nach­richt genommen. Auf meine für den G[eneral]-M[ajor] Kalnassy und dessen Beförderung unterlegte Bitte folgt die Entschließung, 1 Militkanzl. 1809. fasc. 8., 6. 2283. sz. 2 Militkanzl. 1809. fasc. 8-, 6. 2270. sz.

Next

/
Oldalképek
Tartalom