Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

Az 1809 évi utáni napló

zu lassen. Die Werke von Passau haben viel durch Ueberschwem­mung gelitten. In Wienn werden die Wälle pallisadirt und Ge­schütz auf selben aufgeführt, unter die gemeinen Volksklassen in Wienn hat man das Gerücht verbreitet, daß wenn Oesterreich bey wieder ausbrechendem Kriege für ein erobertes Land erklärt werden sollte, Wienn, so wie Danzig, das Vorrecht einer freyen Handelsstadt erhalten würde. Dieses hat diese Volks­gattung gut praevenirt und seit der Zeit bemerkt man, daß die Gewerbs- und Handelsleute praevenanter gegen die Fran­zosen und das Volk mehr gleichgültig über die künftige Laage der Dinge wird. Auch ein großer Theil des in Wienn anwesenden Adels neigt sich mehr gegen die Franzosen und frequentirt fleißig das Schoenbrunner Theater, obgl[eich] man daselbst in Galla erscheinen muß, welches die Franzosen als eine mediate ihrem Kaiser gebrachte Aufwartung ansehen. Der Ahnherr und V[ice]-N[otair] Gyömörey des Sümegher C[omi]tats, welcher bey Gelegenheit der Raaber Batt[aille] in der Festung Raab eingeschlossen worden, und als er sich heraus­verfügte von den Franzosen aufgefangen und sowohl zum V[ice]-König, als von da nach Wienn geschleppt wurde, unterlegt seine Bitte, um Entschädigung für den dadurch erlittenen Verlust, und schheßt zugl[eich] seine dem Sümegher V[ice]­Gespann eingegebene geheime Erklärung über die ihm sowohl beym V[ice]-König, als auch in Wienn gestellten Fragen bey. Die fürnehmsten darinn enthaltenen Gegenstände sind, daß als er in das Hauptquartier des V[ice]-Königs nach Gönyő gebracht und dort über die ihn in Hinsicht der Stärke unserer Armee, der Raaber Garnison, des Zustandes derselben keine Auskunft geben konnte, so hielten sie ihm bey ihrem Conseil sitzen, und ihm die Proclamation Napoleons an die Hungarn mit der Frage übergeben, ob er glaubte, daß die Hungarn in Folge derselben sich einen König wählen würden, ob sie den F[ürst] Esterházy wählen, ob er ihn kenne, was man in Hungarn von ihm, von seiner Art zu denken, Sitten halte, ob er behebt sey, da Napoleon ihn zum Könige von Hungarn bestimmt. Er habe hierauf geantwortet, Hungarn sey seit dem 16-ten Jahrhundert unter dem Hause Oesterreich glückl[ich], er glaube also nicht, daß es sich einen andern König, als den jetzigen wünsche und den Esterházy wählen werde, übrigens kenne er den Fürst Esterházy nur von sehen und seine Meynung würde, als jene eines unbedeutenden Menschen, schwerlich] ein Gewicht in die Waage legen, übrigens stimme er vollkommen der allge­meinen Meynung bey. Darauf blieb er 3 Tage in Gönyő und wurde ihm gesagt, er werde nach Wienn gehen. Während der József nádor élete és iratai. IV. 47

Next

/
Oldalképek
Tartalom