Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)
1807 okt.-dec.
Obgleich] gewöhnlich] die Communication zwischen beeden Städten vor 20-ten, oder 25-ten December nicht gehemmt nnd die Schiffbrücke vor dieser Zeit selten ausgenommen wird, so müßte doch nun schon für jedes mögliche Ereigniß von S[eirier] Mfajestät] die Bewilligung zu einer solchen nothgedrungenen Uebersetzung in voraus ertheilt werden, damit bey vorkommenden Falle man in dieser Gemäßheit das Nöthige veranstalten und ohne Zeitverlust den Landtag übersetzen könne. Sollte entgegen der Landtag fortdauern, so müßte derselbe notwendigerweise aus obangezeigter Ursache von Ofen weg und nach Pest, oder Pressburg als denen 2 einzigen Städten im Lande, wo nebst Ofen die erforderlichen] Bequemlichkeiten zu Versammlung der Stände vorhanden sind, versetzt werden. Für Pesth streitet der Umstand, daß diese Stadt im Mittelpuncte des Landes lieget, daß daselbst jetzo schon der größte Theil der Stände bequem untergebracht und der noch übrige kleinere Theil derselben noch ferners leicht bewohnt werden könnte, daß die Versetzung des Landtags dahin mit geringen Zeitverluste geschehen könnte, daß diese Auswahl denen Ständen am angenehmsten wäre. Für Preßburg spricht vorzüglich] jenes, daß die größere Nähe von Wienn, wenn S[eine] M[ajestät] nicht selbst auf dem Landtage sind, nicht nur die gegenseitige Correspondenz verkürtzt und erleichtert, sondern aber auch selbst in WintersZeiten die Einhohlung mündlicher Auskünfte und Befehle mögl[ich] macht, wodurch die Geschäfte ausserordentlich] befördert werden; eine Sache, die von Pesth aus, wegen der grösseren Entfernung und Beschwerlichkeit der Weege nicht wohl, oder nur mit großem Zeitverluste thunl[ich] ist, daß ferners daselbst für die Sitzungen eine bessere Localitaet als in Pesth ist, auch die Wohnungen mehr vereint sind, welche wegen der Leichtigkeit zusammenzukommen die Geschäfte beschleuniget ; dagegen würde die Uebersetzung des Landtags auf Preßburg denen Ständen minder angenehm seyn, ihnen bey der jetzigen Jahreszeit eine beschwerliche Reise, denen Landtags-Geschäften selbst aber einen Aufenthalt von 4 Wochen, welche zu Treffung aller Anstalten und zur Uebersiedlung erforderlich] wären, verursachen. Da letzterer jedoch dadurch, daß wenn S[eine] M[ajestät] nun gleich die Uebersetzung verordneten, indeß aber die ständischen gravamina und postulata aufnähmen, in etwas gemindert würde, so scheinet, daß es zu Beförderung der Geschäfte räthlicher wäre, Preßburg den Vorzug zu geben. Sollten S[eine M[ajestät] aus Rücksicht der äusseren und inneren Verhältniße der Gesammtheit des Staats den Landtag