Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1809 Január-Május

hat die Rekrutenstellung überall einen guten Fortgang, und wenn etwas sie hier und wieder verzögert, so ist es der Mangel an Commandirten um die Rekrutentransporte weiter zu beför­dern, der wegen erschwerten Gommunicationen öfters eintre­tenden Abgang der nöthigen Montour, endlich die in manchen Gegenden geschwächte Bevölkerung ,welche daran Ursache sind. Ersterem wird jedoch durch die Thätigen, von dem hun­garischen Generalcommando getroffenen Anstalten bis jetzo schon abgeholfen sein. Das Graner Comitat ist (einige könig­liche Grenzstädte ausgenommen) die eintzige Behörde, welche über die gäntzliche Stellung der ihr anrepartirten Rekrutenzahl Bericht erstattete, darüber glaube ich wäre selber das allerhöchste Wohlgefallen zu erkennen zu geben. 2. Nicht minder befriedigend laufen die bishero von denen Behörden eingelangten Berichte wegen Beischaffung der Fuhr­und Packknechte und Einkauf der zum Fuhr- und Packweesen tauglichen Pferde ; nur im Neutrauer Comitat sind in letzterer Hinsicht keine zweckmässige Anstalten getroffen worden, und im Szalader Comitate will sich kein Pferdeigenthümer zu Ab­tretung seiner Pferde um die allerhöchsten Orts bewilligten Preise herbeilassen. Beede Behörden werden unter einem zu Treffung thätigerer Anstalten und ernstlicherer Mitwirkung dringend von der Landesstelle angewiesen, doch kann ich es Euer Majestät nicht verhehlen, daß die angesetzten Preise für manche Gegenden des Landes bei der herrschenden Theuerung wirklich unter dem billigen Maaße sind ; mithin dem hunga­rischen Generalcommando ohnmaaßgebigst die Bewilligung er­theilt werden könnte, in solchen außerordentlichen Fällen, wo die Beischaffung der Pferde wegen Geringhaltigkeit der Preise gäntzlich unthunlich würde, noch etwas mehr zu biethen, daß ihnen ferners gestattet wurde, in jenen Behörden, wo diensttaug­liche Pferde unter denen allerhöchsten Orts angenommenen Preisen zu bekommen wären, auch über die angewiesene Zahl einzukaufen, da es vorauszusetzen ist, daß es einige Behörden geben wird, die mit ihrem quanto vielleicht nicht aufkommen werden, überdieß auch, wenn das Armeefuhrweesen der Insur­rection errichtet werden sollte, ein neuer Bedarf an Pferden entstehen wird. Die Beischaffung der Knechte und Pferde hätte einen viel besseren und ergiebigeren Fortgang gehabt, wenn mann die verschiedenen in denen Comitatern vertheilten Uebernahms­officiere mit der nöthigen Montour für die Knechte in Zeiten versehen hätte; wenn ferners das hungarische Generalcommando im Stande gewesen wäre, mehrere Offiziere zu Uebernahme der

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