Domanovszky Sándor: József nádor iratai II. 1805-1807. (Budapest, 1929)
1807
erreicht werden würde, wenn nicht das bißher im Verhältniße so sehr verschont gebliebene Königreich Ungarn mit ausgiebigen Unterstützungen zu Hülfe kommt, daß, sage ich, in solch einer Zeit die dermal auf dem Landtage dominirende Parthei ihre Erwiederung auf die königlichen] Proposizionen mit Einschreittungen beginnt, deren Gewährung die Gesammteinkünfte der Monarchie beträchtlich schmälern, den Absatz der ungarischen Produkte auf Kosten der deutscherbländischen begünstigen, sohin die Lage •des ohnedies bey weitem mehr bebürdeten Theils offenbar verschlimmern, und folglich die Bewohner der deutschen Erbländer berechtigen würde, mit allem Grunde die Bitte um Abnahme eines Theils der Lasten, die sie gegenwärtig in so hohem Maasse tragen, zu stellen. Sonderbar ist es ferner, daß man in einem Zeitpunkte, wo Ungarn nach der allgemeinen Notorietät zu einem unerhörten Wohlstand gelangte, der Werth der Produkte gränzenlos ist, und die Einkünfte der Güter in einer Periode von weniger als 20. Jahren sich verdoppelt, und verdreyfachet haben, über Handelsbedrückungen klagt, und sich die Miene giebt, als müste man erst durch erweiterten Absatz und durch Vermehrung der Quellen des Nationalwohlstandes in die Möglichkeit gesetzt werden, die aufrichtige Bereitwilligkeit, für das Allgemeine etwas zu leisten, thätig äussern zu können. Sonderbar, und eben so schädlich, als boshaft ist es endlich, daß itzt, wo die in so vielen galizischen Köpfen herrschende Gährung den ungarischen Ständen sicher nicht unbekannt ist, zwischen Galizien und den deutschen Erbländern so sorgfältig distinguirt, die Aufhebung der Mäuthe nach dem Beyspiele von Siebenbürgen und Banat, Länder, mit denen Galizien nichts im Geringsten gemein hat, höchst unverschämterweise in Anregung gebracht, und durch diese Anregung, so wie durch das hiebey eingeführte Motif, daß Galizien iure Hungaricae Coronae revindizirt worden seye und besessen werde, nicht undeutlich merken last, daß man nach diesem einmal gemachten Vorbereitungsschritte wohl auch die Einverleibung Galiziens mit Ungarn zur Sprache bringen dürfte. Gott bewahre die Monarchie von den Uebeln, die daraus entstünden, wenn Euer Majestät oder Höchstdero Nachfolger jemals einer solch schädlichen Insinuation Gehör geben und Sich zu irgend etwas verleiten ließen, was den Ständen Hofnung geben könnte, in ihren diesfälligen Bemühungen glücklich zu seyn. Von dem älteren Galizien mag es sich, wiewohl darüber gestritten wird, behaupten lassen, daß es jure Hungaricae Coronae in Anspruch genohmen worden ist, wohingegen dieser Anspruchstitel bey dem jüngeren Theile Galiziens ganz hinwegfällt. Allein keinen Rechtsgelehrten wird es einfallen zu behaupten, daß Gallizien darum dem Königreiche Ungarn einverleibt werden müße, weil die Ansprüche sich von der ungarischen Krone herleiteten. Der Titel der Ansprüche mag was immer für einer gewesen seyn, so hat ihnen nur die Gesammtmacht Oesterreichs einen Erfolg verschaffen können. Nicht weil die Krone Ungarn ihre Ansprüche movirte, sondern weil Rußland und Preußen von einer Theilung Pohlens nicht abzubringen waren, man also mittheilen, oder Krieg führen, oder ruhig zusehen muste, daß auch noch Galizien und Lodomerien in Rußische oder Preußische Hände kome, wodurch die Lage der Monarchie wesentlich verschlimmert worden seyn würde, tratt Oesterreich der Theilung bey. Es liegt also am Tage, wie leicht und unstatthaft alle Ansprüche wären, die man Ungarischerseits auf Galizien machen wollte, und wie hinkend die Parität sey, die zwischen diesem Lande und Siebenbürgen, oder dem Banaate gezogen wird." Folytatva fejtegetéseit, a 11—12. §-ok az előbb mondottak következtében önmaguktól összedűlnek. A 13—24. §. zagyva dolgokat tartalmaz bankóról, ércpénzről, bányaügyről, minden eddigit támadva s az igazgatás rendszerét okolva a bajokért. Ki akarják oktatni a kormányzatot. Tévedéseiket a kamaraelnökkel kellene megcáfoltatni. A bányaregále ősidők óta királyi jog volt. Erre tehát a rendek nem gyakorolhatnak befolyást, amint II. Ulászló és