Domanovszky Sándor: József nádor iratai II. 1805-1807. (Budapest, 1929)
1806
in die Ordnung zu bringen und dem Lande alle mögl[icbe] Erleichterung zu verschaffen, erlaubten Euer Majestät, daß der Statthalterey-ftath v. Vegh zu Beschleunigung der Sache mit dem Hofkriegsrathe zusammentreten und der dießfällige gemeinschaftliche] Vortrag Euer Majestät unterlegt werde. Nicht genug, daß diese Verhandlung wegen manchen kleinfügigen Rücksichten vom Hofkriegsrathe verzögert wurde, so erliegt nun das Resultat derselben bereits über ein Monath ohne aller Entscheidung, wodurch der Dienst und das Land wesentlichen] Nachtheil leidet. Eine natürliche] Folge dieser Laage ist, das [sie!] nachdem die hung. Statthalterey, ohnerachtet widerhohlter Vorstellungen keine Weisung vom allerhöchsten Orte erhaltet, selbe auch nichts bey denen Behörden veranlassen kann. Letztere, mit einer an manch Orten ihre Kräften übersteigende Anzahl Truppen belegt, verweigern nach der Reihe die Regulamentar-Verpflegung, und wo sie selbe auch leisten, weisen selbe actenmässig aus, daß die darauf geleisteten Beiträge zwey und dreyfach ihre jährliche] Contributions-Schuldigkeit übersteigen, mithin an dieser durch einige Jahre nichts einkommen, der Contribuent aber durch solche übermässige Praestationen nur zu Grunde gerichtet werden wird. All diese Gründe zusammengenommen machen es dringend nothwendig, daß Euer Majestät sich die in Wienn über die Militair-Dislocation gepflogene Verhandlung vorlegen lassen und dieselbe ehestens gnädigst erledigen. Auch mit der Liquidirung der für die Verpflegung der Russen gemachten Auskragen wird gantz langsam zu Werke geschritten, da das hung. Gen[eral]-Commando dabey gantz andere Grundsätze annimmt, als jene sind, welche mir Euer Majestät zur Richtschnur vorgeschrieben haben. Ich werde indeß trachten dieses Geschäft nach Möglichkeit zu beschleunigen, damit die verschiedenen liquiden Foderungen der Behörden Ihnen unterlegt werden können und Sie die Befriedigung derselben anbefehlen können. Letzteres ist um so nöthiger, als es sich meist um Auszahlung von Handwerksleuten und Contribuenten handelt. Dieses sind die vornehmsten nun in der Verhandlung befindlichen] Gegenstände, denen ich noch die mir heute vorgetragene Bitte des Septemviralisten B. Stepb[an] Perenyi beyfüge, zum Praeses der Debrecziner Districts-Tafel ernennt zu werden. Diese Stelle ist ihm in Rücksicht auf seine häußliche Verhältnisse erwünscht und er gantz dazu geeignet sie zu bekleiden. Er meldete mir hierüber bereits bey Euer Majestät eingekommen zu seyn, ich bitte dahero Hochdieselbe ihm um so eher baldigst hierüber einen Bescheid zu geben, als die Stelle des Praeses der Debrecziner Districts-Tafel und jene dreyer Assessoren derselben gegenwärtig erledigt sind, mithin die bey dieser Gerichtsstelle anhängigen häufigen Processe zum größten Schaden der Partheyen aus Mangel an Richtern erliegen, müssen. Die Stelle des B. Steph[an] Perenyi bey dem