Domanovszky Sándor: József nádor iratai I. 1792-1804. (Budapest, 1925)

1800.

saikat, ami arra vezetne, hogy csak a távolfekvők, ahol a kereslet kicsiny s az árak alacsonyak, szállítanák be az adót terményben. Ép ezért az aug. 15-iki értekezlet határozatainak végrehajtását követelte. Euer Majestät ! Mittelst Handbilets vom 19-ten verflossenen Monats teilten mir Euer Majestät ein staatsrätliches Circulandum betreff der Brod­früehten und Hartfutterlieferung aus Hungarn mit dem Beisatze mit, daß ich selbes in Überlegung nehmen und darüber Euer Majestät mein Gutachten erstatten, daßjenige aber, was keine Ver­zögerung leidet und für notwendig gefunden wird, gleich veran­stalten solle. Ohne mich in Erörterung der hier vorkommenden Fragen sowohl, als der Meinungen des Hofkriegsrats und Staatsmiuisters Grafen Kollowrath einzulassen, werde ich mich darauf beschränken, die Tunlichkeit oder Untunlichkeit der verschiedenen in Vorschlag kommen könnenden Arten von Körnerlieferungen in Hungarn zu beweisen, alsdann aber meine allerunterthänigste Meinung darüber äussern. Diese können 3-erlei sein ; nemlich : 1° eine Abführung von Körnern an contributionsstatt. 2° ein freiwilliges subsidium, endlich ßtens e j n JYüchteneinkauf. 1° Was die Abführung von Körnern an contributionsstatt betrifft, so war ich gesonnen dieses Mittel Euer Majestät in Vor­schlag zu bringen, da es eines der sichersten und zugleich dem Contribuenten dadurch, daß er seine Contributionsrückstände und selbst seine Contribution leichter abführen könnte, nützlich ist. Die Kentnissen, die ich mir aber hernach bei meiner Anwesenheit in Ofen und bei den Reisen, die ich nun in mehreren Teilen des Landes gemacht, gesammelt habe, haben mich selbst überzeugt, daß es bei dem heurigen Fehljahre nicht ausführbar ist; denn wird ab aerario die Frucht nur regulamentari pretio acceptirt, so geschieht durch die Abführung einer bestimmten Quantitaet von Früchten in sortem contributionis dem Untertan, welcher selbe um einen teureren Preiß auf dem Markt hätte verkaufen können, gar kein Nutzen, wird ein höherer, allenfalls den Markpreiß zum Maaßstab der Reluition bestimmt, so wird es dem aerario wegen Verschieden­heit der Preise und der complicirten Manipulation äusserst beschwerlich ; und kann dasselbe mit weniger Angelegenheit um den nämlichen Preiß die Früchte kaufen. Da endlich heuer wegen der schlechten Fechsung die Früchten in den untern Comitatern, welchen meistens durch dieses Mittel geholfen werden kann, eben so teuer als in den obern sind, so höret der Nutzen, dem dieses Mittel dem Landmanne und dem aerario versprechen könnte, von selbst auf. 2 d0 Freiwillige Körnersubsidien waren bisher das Mittel, wodurch man eine beträchtliche Anzahl Früchten aus Hungarn zu

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