Domanovszky Sándor: József nádor iratai I. 1792-1804. (Budapest, 1925)

1798.

AZ OLVASÓKÖRÖK FELOSZLATÁSÁRÓL 223 Lese Cabinetern nur solche Bücher gelesen werden sollten, welche unter der Rubrik der zugelassener (admissi) gehören und selbst, wenn bey einigen von dieser Classe ein Zweifel entstünde, so könnten selbe von rechtschaffenen Männern eingesehen und beurtheilt werden; 2-tens, daß die Bücher revisores die Lese Cabineter Öfters unver­hoft visitiren sollten; 3-tens, daß endlich die Cathaloguen der in den Lese Cabineter vorhandenen Bücher denen Revisoren eingesen­det und von denselben übersehen werden. Diese von der Statthalterey vorgeschlagene Mittel vermin­dern zwar in etwas die üblen Folgen der Lese Cabineter, da aber die Aufsicht der Bücher-Revisoren, welche ohnehin mit vielerley andern Geschäften überhäuft sind, nicht so genau seyn kann und es bekannt ist, wie viel Unterschleife bey den Visitationen gesche­hen, so glaube ich nicht, daß man hoffen kann durch die von der königl. Statthalterey vorgeschlagenen Mittel das Uebel ganz zu verhüten. Selbst unter den Büchern, die in der Rubrick der zugelasse­nen stehen, giebt es (wie die Statthalterey wohl gut bemerkt) viele Romanen und aueh andere Bücher, welche besonders, wenn sie nicht mit Nachdenken gelesen, oder ihr Sinn falsch verstanden wird, bey die Bürger und der niedrigem Volksklasse Verderbniß der Sitten und üble Grundsätze verbreiten können. Dieses vorausgesetzt, daß die Lese Cabineter auf Sitten, Re­ligion und Denkungsart einen schädlichen Einfluß haben und zu­gleich dem Staate, wenn sie auch reguliert würden, nicht leicht einen Nutzen schaffen könnten, wäre ich der unmaßgebigsten Meynung, daß die Lese Cabineter entweder ganz, oder aber, wenn Euer Majestät das öffentliche Aufsehen allenfalls vermeiden wollten, aus Anlaß der im Gleisnerischen Lese Cabinet zu Pest wieder die allerhöchsten Vorschriften vorgefundenen verbotenen Büchern, nur dieses aufgehoben werden sollten. Dieses letztere zu sperren wäre um so nothwendiger, als in Pest viele studierende Jugend zusammenkömmt, welche daselbst viele schlechte Grundsätze annimt und alsdenn im gantzen Lande verbreitet. Laxenburg, den 18ten Juny 1798. Joseph Pal. A felterjesztés már néhány nap múlva köröztetett az államtanács tagjai közt. (St. R. 2862/1798.) Izdenczy Spissich lefoglalt irataira és az 1790-iki országgyűlési tár­gyalásokra hivatkozott s annak bizonyságául, hogy a sajtószabadságot ki akarták csikarni. Még mindig sokan vannak; „die sich anmaßen, daß die Versagung dieser Pressfreyheit ein Eingriff in die menschlichen Rechte sey, und treten mit dem dummen Grundsatz auf: ich darf denken, reden und schreiben, was ich will, mithin auch diese Producte in Druck iuris publici machen". Minthogy ennek tarthatatlansága nem szorul bizonyításra, helyesli a nádor előterjesztését. Vogl kijelentette, hogy az olyan olvasókör, amelyet a nádor leír, nem ér semmit. Az olvasókörök célját abban látja, hogy javítják az erköl-

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