Háromnyelvű levéltárismertető : The National Archives of Hungary : Das Ungarische Staatsarchiv : Les Archives Nationales de Hongrie

senschaftliche Institution sei, die folgende Aufgaben habe: 1. Fachgemäße Bewahrung, Ordnung sowie Erwerb der Unterlagen, ihre wissenschaftliche Erschließung und Veröf­fentlichung, Beratung der Benutzer und Ermöglichung ihres Zugangs zu den Be­ständen. 2. Cutachten für die Staatsbehörden. 3. Fachgutachten in Adelsbestätigungsange­legenheiten. 4. Erstellung von beglaubigten Schriftenkopien. Das Gesetz ordnete außerdem an, daß die staatlichen Zentralbehörden verpflichtet seien, ihr Schriftgut nach Ablauf der Aufbewahrungs­frist von 32 Jahren dem Archiv überzugeben. 1923 erschien die erste Ausgabe der „Archivmitteilungen", der Fachzeitschrift des Ungarischen Staatsarchivs, die seitdem das wichtigste wissenschaftliche Periodikum der Institution ist. In der Zwischenkriegszeit wurden auch aus­gedehnte internationale Kontakte geknüpft, die mit Österreich waren besonders eng. Die Grundlage für eine fruchtbringende Zusam­menarbeit mit den österreichischen Archiven bildete die gemeinsame historische Vergan­genheit und das gemeinsame Archiveigentum. 1926 wurde in Baden bei Wien das Archiv­abkommen über die Betreuung des gemein­samen österreichisch-ungarischen Archivguts geschlossen, Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Archiv erhebliche Schäden. Das Gebäude wurde mehrmals durch Bomben getroffen, ganze Depotteile stürzten ein, es entstanden Brände im Haus. Im Archivgebäude wurde auch ein deutsches Militärkrankenhaus untergebracht, dessen Betrieb ebenfalls große Beschädi­gungen verursachte. 3100 laufende Meter Archivgut, 16 Prozent des Bestandes wurde vernichtet.

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