Mitteilungen des K. K. Archivrates 2. (Wien, 1916)

Von Regierungsrat Dr. Karl Siegl: Aus dem Egerer Stadtarchive

64 Dr. Karl Siegl. Fol. 60 b bis 61b. — Da Felix V. im Jahre 1449 dem Papste Nikolaus V. sieh unterwarf, dürfte diese Zeitung in dieses oder das nächstfolgende Jahr zu setzen sein. Felix V. (Graf Amadeus von Savoyen) blieb Kardinal und beständiger Vikar des hl. Stuhles in allen Staaten des Hauses Savoyen und starb am 7. Jänner 1451 zu Ripaille. 32. (1450. Juni 11.) — Ulrich von Rosenberg, Heinrich von Rosenberg, Jan von Neuhaus, Ulrich von Neuhaus, Watzlaw von Michelsberg, Hinko Kruschina von Schwanberg, Wilhelm von Riesenberg, Gindrzich von Kolowrat, Jan Kolda von Schampach, Buß Bedrzich von Straßnitz, Jan von Lobkowitz, Kunesch von der Duben »und annder herren usw.« bekennen, sich in ihrer »widerwertigkeit und Unwillen« mit Girschiken von Kun- stadt und Podiebrad dahin geeinigt zu haben, daß über alle Streitig­keiten am nächsten Margarethentag zu Pilgram unter der Obmannschaft, und zwar von ihrer Seite: der Herren Gindrzich und Wilhelm von Rosen­berg, und auf des Girschiks Seite: des Zdenko von Sternberg, obersten Burggrafen zu Prag, und Zdenko von Postubitz, Hauptmann des Chrudimer Kreises, oder aber, wenn diese sich nicht einigen könnten, des Zdenko Haß von Hasenburg »als obersten teyler«, ferner, daß wegen Besserung der »Compactat brieff« auf einem Tage, zu St. Katharina, in Prag ver­handelt werden, und daß bis zum nächsten St. Jorgentag ein christlicher Friede, in den jedoch der Markgraf Friedrich von Meißen nicht einzu­beziehen sei, gelten solle. Ohne Datum. Fol. 23 a bis 24 b. — Archiv őesky, II, S. 274 bis 284 (tschechisch). — Er­wähnt bei Palack^, IX. Buch, 4. Kap., S. 239. 33. 1450, November 11 (am tag Martini 1450). — Markgraf Johannes von Brandenburg bekennt, mit dem Edlen Hinko Kru­schina von Schwanberg und dessen Sohn Bohuslaw einen bis zum nächsten St. Jakobstage geltenden Frieden verabredet zu haben. Über etwaige Friedensbrüche auf der einen oder anderen Seite habe der (Egerer Pfleger) Math es Schlick zu entscheiden. Falls nach des Letzteren Aus­spruche auf seiner (Friedrichs) Seite der Friede gebrochen würde, wolle er vier Wochen darnach dem von Schwanberg oder dessen Erben eine Geldbuße von 5000 fl. rh. in Eger erlegen, und sollen dafür Bürgen sein: Ott von Sparneck, Wilhelm Schlick auf Seeberg, Albrecht Sack, Hans von Zedwitz, Friedrich von Kotzau, Erhard Trautenberger, Jorg- Wild zu Wellenreuth, Hans von Hirschberg zur Weißenstadt, Arnolt von Hirschberg zu Schwarzenbach und Fritz von Sparneck. Siegler: der Markgraf. Fol. 32 a bis 33 a. 34. 1450, Dezember 26 (sand Steffans tag in weinnacht feyertagen 50), Wiener-Neustadt. — Kaiser Friedrich gibt den Erzbischöfen und Erzkanzlern Dietrich zu Köln und Jakob zu Trier, dem Erzbischof Gün­ther von Magdeburg, den Bischöfen Ruprecht zu Straßburg, »N« (Rein­hard I. von Sickingen) zu Worms, Reinhard (von Helmstädt) zu Speier,

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