Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Dritte Folge, 1914)

Leutnant Matolcsy: Die Brigade Nugent im Herbstfeldzug 1813

Die Brigade Nugent im Herbstleldzug 1813.-209 Brunswik, „Die kriegerischen Ereignisse in Inner­österreich, Tirol, Vorarlberg und im Isonzo-Gebiet 1796 bis 1866” schildert auf Grund selbständiger Forschungen den Krieg ziemlich genau, doch auch nur im großen. Außer diesen Bearbeitungen gibt es noch eine Reihe von Monographien, die sämtlich in der „Österreichischen Militärischen Zeitschrift” veröffentlicht wurden. Sie sind zum Teile buchstäbliche Kopien von meist im Kriegsarchiv erlie­genden Tagebüchern, zum Teil offenbar auf Grund der Er­zählung von Augenzeugen entstanden; sie dienten den vorhin genannten Werken vielfach als Quellen. Zwei von diesen Einzeldarstellungen müssen besonders hervorgehoben werden, weil sie auf den Gegenstand der Studie unmittelbar Bezug haben, u. zw. die Publikation des bereits erwähnten Operationsjoumals der Brigade Nugent und der anonyme Aufsatz „Die Eroberung von Istrien 1813”. Die ein­zelnen Teile des Operationsjoumals wurden wörtlich, ohne kritische Durchsicht, olme Kommentar in mehreren Heften der Jahre 1845 und 1846 abgedruckt. ..Die Eroberung von Istrien 1813”, wenige Jahre nach dem Kriege veröffentlicht, dürfte auf die Schilderung eines Augenzeugen zurückzuführen sein; der Aufsatz stellt eine interessante, zugleich auch wichtige Episode sehr ausführlich dar, die sowohl im Operationsjournal als auch in den Feldakten nur kurz erwähnt wird, durch die Nugent-Akten jedoch einiger Ungenauigkeiten überwiesen erscheint. Was sonst über den Krieg in deutscher Sprache er­schienen ist, fußt teils auf den bisher genannten Büchern und Veröffentlichungen der Österreichischen Militärischen Zeit­schrift. teils auf französischen Publikationen. Wenige Jahre nach Beendigung des Krieges. 1817. er­schienen zwei französische Bücher über ihn. die in mancher Frage nicht bloß für alle konnationalen Historiker, sondern auch für die meisten österreichischen Geschichtsschreiber maß­gebend wurden und deren Einfluß noch heute ungebrochen besteht. Das eine hat den General Vignolle, Generalstabs­chef der Armee von Italien, das andere den General Vau­don court zum Verfasser. Das Werk Vaud oncourts „Histoire des campagnes d’Italie en 1813 et 1814" ist das Mitteilungen des k. und k. Kriegsarchivs. Dritte Folge. VÍII. Bd. 14

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