Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Dritte Folge, 1911)
Hauptmann Bartsch: Zur Psychologie des Vaters Ferdinands von Schill
Zur Psychologie des Vaters Ferdinands von Schill. 49 II.1) Hochlöblicher k. k. Hofkriegsrath. In dem Monate März v. J. erhielt der Gefertigte von dem Herren Gubernial Hat Baron von Wal kau aus Krakau ein Schreiben lautA. dem zu Folge derselbe der Auftrag erhalten hatte mir zu eröffnen, daß ich mich schleunigst nach Krakau verfügen sollte mit Sr. k. Hoheit Erzherzog Ferdinand k. k. Kommandierenden Generalen in Pohlen über die Errichtung eines leichten Freykorps die Verabredung zu träfen. Dieser Weisung gemäs verfügte ich mich sogleich nach Krakau, da ich aber aus Mangel des Passes die Gränzen nicht passieren durfte, so blieb mir nichts andres übrig als 8 Tage bis zum Erhalt des nötigen Passes an der Gränze zu verbleiben. Allein bei meiner Ankunft zu Krakau waren bereits Se. k. Hoheit vor 4 Stunden ab- gereißt und ich sähe mich daher genöthigt seinem hohen Auftrag gemäß so schleunig als ■ möglich ihm nachzufolgen. Se. k. Hoheit waren indessen bis Warschau vorgerückt, ich fand es daher rechtlich in nowi Miesto seinem weiteren Befehle abzuwarten. Da 14 Täge ohne eine Antwort von Hochselben erhalten zu haben verflossen waren, so trat ich meine Rückreise nach Schlesien an und ich war noch nicht in Tschenstochair als ein Kurier von Sr. k. Hoheit mich mit beiliegenden Schreiben sub B. erreichte. Nach diesem Schreiben mußte ich mich wieder zurück nach Warschau begeben und war so glücklich Se. k. Hoheit in Sagazin zu sehen, hier wurde alsogleich ein Entwurf zur Errichtung eines Freykorps errichtet, 'pK. A., H. K. R. IBM, Registratur, <14, 31/3.— Mitteilungen des k. und k. Kriegsarchivs. Dritte Folge, YJI. Bd. 4