Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Dritte Folge, 1911)

Hauptmann Bartsch: Zur Psychologie des Vaters Ferdinands von Schill

44 Bartsch. W as den unbedachten, nicht allzu begabten und schlecht gebildeten Draufgänger, der Ferdinand von Schill war, weit über seine Fehler hinaus zum Helden stempelt: seine Selbstlosigkeit, Gerechtigkeit und Bescheidenheit, der große Idealismus und die Freudigkeit, sich zu opfern, seine Genüg­samkeit, seine Fähigkeit zu echter Kameradschaft und Freund­schaft, sein allen Unterdrückten holder, in der besten Be­deutung demokratischer Sinn, all dies sind Eigenschaften, die nach Abzug der väterlichen Zügellosigkeit übrig bleiben und die wohl auf das Konto einer stillen, gänzlich unbekannt gebliebenen österreichischen Frau zu setzen sind, Schill s Mutter, die wohl viel zu früh starb.

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