Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

I. Kapitel (Vorgeschichte des Krieges)

32 die Garden, 3000 Mann. An Palma und Osoppo wurde tätig gearbeitet, in Venedig 4000 Mann. Bei Rom waren 3000 Mann, bei Ancona 3000. Die in Dalmatien stehenden be­stünden aus 8 Infanterieregimentern; jedes zu 2 Bataillonen, 2 Grenadierkompagnien, 2 Voltigeurkompagnien, 2 Eskadronen Kavallerie. In Tirol seien nur 6 Bataillone Bayern, 1 Re­giment Kavallerie. Mit halben März waren die Sperrpunkte zu Malborghet und Predil geendet, allein mit nichts versehen. An den übrigen wurde so wie an den Verschanzungen von Präwald und Tarvis gearbeitet. Der Kommandant der Marine, GM. l’Espine erhielt den Auftrag alle Anstalten zu machen, damit die Marine mitwirken könne *). Für Tirol war als Intendant Baron Hormayr be­stimmt; er war derjenige, der bisher das ganze dieses Land betreffende Geschäft in Händen gehabt, nur der Erzherzog und er allein hatten die Kenntnis aller Einverständnisse und Vorbereitungen. Se. Majestät genehmigte alle Vor­schläge, die in dieser Rücksicht ihm gemacht wurden, sie betrafen die dort aufzustellende Ziviladministration, die Milizorganisation und die Verpflegung* 2). Am 23. fing erst der Feind in Italien an, sich an der Grenze zu sammeln. Seras stand schon den 20. im Lager zu San Gottardo, er hatte den Befehl erhalten, die Linie von Cividale bis Gradiska zu beobachten. Der Feind be­stand aus den Divisionen Seras, Broussier, Grenier, Barbou; erstere zwei schon in Friaul, in Monza waren das 52. und *) Sie bestand aus 23 Fahrzeugen, nämlich Briggs, Schaluppen und anderen. Davon waren 14 armiert, 4 große waren neuerdings in stand gesetzt, die übrigen sollten es noch werden; sie dienten damals zur Kostendeckung und des an der Küste getriebenen Handels. 2) Alle jene Gegenstände, die Tirol betreffen, werde ich nur insoweit berühren, als sie im Zusammenhang mit den Ereignissen in Italien stehen und als sie die Folge von Veranlassungen sind, welche von Seite des Erzherzogs durch Baron Hormayr geschehen; ihm überlasse ich es, die Geschichte der Ereignisse in diesem Lande zu schreiben, ihm als Augenzeugen und Eingeborenen ist nichts fremd, was da geschah; ewig merkwürdig werden die Anstrengungen und der Kampf dieses biederen Volkes bleiben und als Beispiel hervorleuchten, was die anderen Nationen hätten tun sollen. Europa wäre nicht so tief gefallen, hätten alle so gehandelt.

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