Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

V. Kapitel. Von der Ankunft zu Körmend bis zu der Einrückung in die Kantonierungsstationen nach erfolgtem Stillstand. Vom 1. Juni bis 25. Juli

IÓ2 Bianchi behielt das Kommando; sie hätten die Posten zu Preßburg, die Verbindung durch die Schütt und die Be­obachtung des linken Ufers über sich. 4. Die Stellung bei Raab, welche an mehreren Orten unzugänglich sein soll, mit den nötigen Truppen und Geschütz zu besetzen. Die Vor­posten und Streifkommandos so weit als möglich vorzu­senden, das Gros hinter der Raab behalten, um dem Feinde entgegenzurücken, wenn er es wagen sollte, über den Fluß zu setzen ; auf der linken Flanke Streifkommandos. Da die Front und der rechte Flügel fest und beinahe unangreifbar sind, so wäre dem Feind, der es wagen wollte, links zu umgehen, ohne Gefahr mit dem Gros entgegen zu rücken, und ihn entweder in die Defilés der Marczal werfen oder selbst abschneiden. 5. Wenn gegen Erwartung der Rück­zug geschehe, so wären Raab und Komorn zu verstärken, verläßlichen Kommandanten zu geben und nach Umständen unter dem Schutze eines oder des anderen dieser Plätze in die Schütt mit dem Generalissimus sich verbinden. 6. Der Erzherzog (Johann) solle Meister der Kleinen Schütt bleiben. Ungarisch-Altenburg durch einen Coup de main nehmen, allein erst dann, wenn er (Generalissimus) es befehlen wird. Indessen alles dazu heimlich vorbereiten, um dann diesen Ort in Verteidigungsstand zu setzen; sollte der Feind diesen Ort besetzen, so sollte er (Erzherzog) ihn sogleich dauernd delogieren und sich festsetzen. 7. Den angreifbaren Teil bei Raab verschanzen, stärkere Profils geben, Handlanger für die Artillerie aus der Insurrektion oder Reserve nehmen, den Ersatz mittels Rekruten aus dem Lande. 8. Einver­ständlich mit dem ungarischen Generalkommando: Die Dotation von Komorn, die jetzt bloß auf sechs Wochen ist, auf ein halbes Jahr bringen. Raab im Verhältnis der Ver­teidigungsfähigkeit mit allem schleunig versehen. Dieser Befehl muß jedem, der ihn mit Aufmerksamkeit durchgeht, auffallen; in allen vorhergegangenen wird von der Schwäche, von den Trümmern des Heeres gesprochen und jetzt soll der Erzherzog 4000 Mann Linieninfanterie, 4000 Mann Landwehr, 24 Kanonen weggeben, 200 Pferde, und er hatte in allem 21.000 Mann, davon 1600 Pferde und an Geschütz ebenfalls nur das Nötigste, weil er die Sperr­

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