Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

V. Kapitel. Von der Ankunft zu Körmend bis zu der Einrückung in die Kantonierungsstationen nach erfolgtem Stillstand. Vom 1. Juni bis 25. Juli

Von der Ankunft zu Körmend bis zu der Einrückung in die Ivantonierungsstationen nach erfolgtem Still­stand. Vom 1. Juni bis 25. Juli. In Könnend blieb der Erzherzog mit seinen unter­stehenden Truppen vom 2. bis inklusive 7. stehen. Hier war es, wo er sein kleines Heer zu ergänzen, zu ordnen suchte und sich zu neuer tätiger Mitwirkung vorbereitete und Entwürfe einreichte, die, wenn nicht die besten, doch gewiß nicht von der Art waren, ganz verworfen zu werden. Zu wichtig ist dieser kurze Zeitraum, um nicht umständlich dargestellt zu werden. Gleich bei seiner Ankunft in Körmend hatten die Truppen ein Lager am rechten Raabufer zu beiden Seiten der Hauptstraße bezogen; vor dem Orte, auf dem Wege nach Steinamanger, standen unter GM. Andrássy 2 Regi­menter Husaren, Insurgenten (Veszprimer, Pester) und 1 Husarenregiment aus der Linie. Die Vorposten hielten Steinamanger und dehnten sich bis Fürstenfeld und St. Gott­hard einerseits, andererseits bis gegen Sárvár an der Raab. Die Truppe wurde nun mit allem möglichen versehen, aus den Reserven die abgerichtete Mannschaft herbeigezogen, die Waffen gereinigt und hergestellt, Schuhe ausgeteilt, die Artilleriebespannung geordnet, kurz alles unternommen, um wieder schlagfertig zu sein; voll guten Mutes war die Truppe, nun wieder vorzurücken war ihr Wunsch. Am 2. schrieb der Erzherzog an den Generalissimus, er habe dessen Befehl vollbracht; er benütze die kurze Zeit, um sich zu sammeln V. Kapitel.

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