Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

IV. Kapitel. Von dem Rückzuge von der Etsch bis zu der Ankunft bei Körmend vom 1. Mai bis 1. Juni

Straße bei Campana. Allein FML. Frimont griff ihn mit 2 Grenzer Bataillonen an, warf ihn und da der Erzherzog von Campana aus i Bataillon gegen Mandre gesendet hatte, geriet die zurückeilende feindliche Reiterei unter das Klein­gewehrfeuer desselben und erlitt einen empfindlichen Ver­lust. Durch die Tapferkeit des Fußvolkes und durch das heftige Kanonenfeuer von der Batterie bei Campana, wurde die feindliche Reiterei zurückgedrängt und zeigte sich an diesem Tage nicht mehr. Die Linie wurde hergestellt, so daß am rechten Flügel auf der Fleide von Mandre an der Piave die Brigade Colloredo in Massen stand, als Reserve noch 2 Bataillone Grenzer die Ebene von Susegana herbei­eilten. Vor Campana stand das 9. Korps, die Grenadiere als Reserve. Es war 2 Uhr nachmittags, als das Feuer aufhörte; es lagen viele Tote und Verwundete. Von der kaiserlichen Reiterei war bloß Josef-Husaren, welches auf dem linken Flügel stand, das übrige war bis über Conegliano hinaus, nur einzelne sammelten sich; es wurde nun getrachtet, von den 3 verlorenen Batterien noch Geschütz zu retten; einzelne Kanonen und was demontiert liegen geblieben, wurde durch Fr eiwillige im Angesichte des Feindes zurück­gebracht. 15 Kanonen fielen in der Feinde Hände, weil man sie größtenteils aus Mangel an Bespannung und weil sie ganz demontiert waren, nicht wegbringen konnte. Das Empfindlichste war der Verlust des GM. Reisner, der bei demselben gefangen wurde, der meist zusammengehauenen Bedienung und des schwer blessierten Oberstleutnant Callot von der Artillerie. Nicht lange dauerte die Ruhe; der Feind wagte zwar keinen Angriff mehr auf dieser Seite, aber zog indes seine Infanterie gegen den linken Flügel. GM. Kálnássy wurde aus San Michele und le Tezze herausgedrängt und zog sich nach Vazzola; 2 Bataillone sandte ihm der Erzherzog zur Unterstützung-, die ihn aufnahmen. Zugleich mit dem An­griff bei le Tezze rückte der Feind längs dem durch­schnittenen Terrain, um durch dieses die beiCampanastehenden Truppen zum Weichen zu bringen. Ein Grenadierbataillon, Chimani, besetzte nun eine Casine bei le Grave und hielt so lange, bis das brennende Haus denselben zu verlassen Erzherzog Johanns Feldzugserzählung. 8

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