Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

III. Kapitel. Von dem Tage bei Pordenone bis zu dem Rückzuge von der Etsch, vom 15. April bis zum 1. Mai

' 93 ihm angekommene Regiment durch die feindliche Überlegen­heit zurückgedrängt wurde. Der Raum erlaubte ihm nur, sich in drei Treffen aufzustellen, das erstere hinter einer Steinmauer. Er nahm die Rückziehenden auf, der Feind wurde angegriffen und geworfen, Foscarinetto besetzt, gegen Castelcerino vorgerückt. Zugleich mit ihm langte FML. Gyulai an, eine neue feindlfche Abteilung rückte ihnen entgegen. Von beiden Seiten rückten die Streiter zum An­griffe an und begegneten sich auf halbem Wege. Der Feind, in der Front und Flanke angegriffen, wurde geworfen, Castel­cerino und die Höhen besetzt, der Feind hinab in das Tal gegen Cazzano und auf dem Gebirge nach Bastia verfolgt. Da stieß zum Ganzen noch ein Bataillon, welches FML. Gyulai durch Val Vanganella über Montecchio gesendet hatte. Bis Cazzano und gegen Castello d‘ Illasi folgten die Plänkler nach. Abends sammelten sich die Bataillone, welche während diesem Gebirgsgefecht sich getrennt hatten, um, wenn der Befehl kommen sollte, am folgenden Tag zu einem weiteren Angriff zu schreiten. Diese Gefechte hatten dem Feinde bei 2000 Mann an Toten und Verwundeten gekostet; bei Villanova lag, so wie am Castelcerino alles voll, vorzüglich am letzten 300 bis 400 Tote von der Garde. 700 Gefangene, unter ihnen General Sorbier, schwer verwundet, wurden eingebracht. Diese Gefechte kosteten dem diesseitigen Heere: Offiziere Gemeine Pferde Tote 2 133 — Verwundete 14 597 16 Gefangene 5 499 — Vermißte — 572 —. Zusammen 2 I 1801 16 Die Absicht des Erzherzogs war nun, Villanova 1 San Bonifacio schwach zu besetzen und alle Streitkräfte zu Soave und auf den rechten Flügel zu bringen, um von dort aus Castello d’ Illasi anzugreifen und den P'eind aus seiner Stellung von Caldiero zu bringen, dadurch Meister des ganzen linken Etschufers zu werden, die nächste Verbindung mit Tirol zu öffnen und nach Einnahme von Verona die weiteren Ereignisse in Deutschland abzuwarten, als am 29.

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