Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Dritte Folge, 1907)

Hauptmann Paldus: Johann Christoph Müller. Ein Beitrag zur Geschichte vaterländischer Kartographie

Ein Beitrag zur vaterländischen Kartographie. 103 Rumburg), Potzen m. (Botzen-B. bei Sebluokenau), Plissen- berg (bei Nixdorf), Irigberg (Iricht-B. bei Daubitz) und der Kaltenberg (südlich Kreibitz). Für das Elbesandsteingebirge ist keine Bezeichnung vorhanden. Arm an Bergnamen ist das Erzgebirge. Hier finden sich auf der böhmischen Seite der Haßberg und Spitzberg m. (bei Preßnitz), der Pleßberg, Spitz­berg und Glasberg (?) m. (bei Joachimsthal Set.), der Spitz­berg und Hirschberg (?) m. (nördlich Graslitz) und der Hohen­stein m. (Hohe Stein-B. bei Kirchberg). In dem schwach an­gedeuteten Fichtelgebirge erscheint nördlich von Hochberg (Hohenberg) der Platten m. Deutlich tritt auf der Karte der Kaiserwald bei Königswart hervor, wogegen das Tepler- gebirge ganz unbekannt ist und auch das Duppauergebirge sich von den anliegenden Höhenformen kaum unterscheidet. Im waldreichen Böhmerwald erhebt sich bei Taus der Groß- und Klein-Czerchow (öerkov-B.) und der zweigipflige Osser, ihm folgen südlich von Eisenstein der Aidwaich m. (?) See- wänd m. (Seewand), Gros-Küheberg (Hoch-B?) und der Falkenstein m. Weiters der Rächl m. (G. Rachel), Lusen m., der Tusetberg (?) m. (bei Bhm. Röhren), der Dreysessel m. (Dreisessel-B.), der Hohestein m. (?) der Plökenstein m. (Blöckenstein B.) und der Hoch fürchtet m. (Hochfichtel-B.). Auf der böhmisch-mährischen Höhe fehlen Gebirgs- und Berg­namen gänzlich, erst wieder im Glatzischen sind im heutigen Reichensteinergebirge der Vogelberg und Spitzberg m., sowie bei Wünscheiburg die Heuscheune m. (Heuscheuer) benannt. Deutlich kennzeichnet sich der langgestreckte Bergrücken Brdy sylva (Brdy Wald) mit der Trzemoschna (Tfemosna bei Pribram). Der Zbän-Wald nördlich Rakonitz ist als Schwan sylva, der Plansker-Wald bei Krumau als Blansko sylva bezeichnet. Westlich des Zbán-Waldes bei Flöhau wird der Rotheberg und Kirchberg m. (?) genannt. Bei Wodnan führt der heutige Haniberg den Namen Freygebürg. Nördlich von Bischofceinitz sind die „sieben berge” erwähnt. Das böhmische Mittelgebirge, als „mittelgebürg montes” bezeichnet, weist nur bei Kletschen den Kletschen(?) und den großen Frantz m. (Donnersberg) auf. Östlich vom Mittelgebirge ragt der Roll­berg bei Niemes, der Pösig (Bősig) bei Hirschberg, der Göltsch m. (Geltsch B.) bei Auscha hervor. Südlich Raudnitz erhebt

Next

/
Oldalképek
Tartalom